29.03.2019 11:30 |

Wirtschaftsaufschwung

Österreich geht es deutlich besser als Deutschen

Seit Monaten werden die Konjunkturprognosen in regelmäßigen Abständen nach unten revidiert. Doch die heimischen Institute Wifo und IHS geben Entwarnung: Eine Rezessionsgefahr besteht nicht. Im zweiten Halbjahr soll es wieder aufwärts gehen. Verantwortlich dafür ist der private Konsum. Und: Österreich geht es damit deutlich besser als den Deutschen.

Relativ hohe Lohnabschlüsse, dazu wirkt der Familienbonus - das sorgt dafür, dass sich die Menschen etwas leisten können und mit ihren Käufen die Wirtschaft ankurbeln. Das und die Nachfrage nach Dienstleistungen soll laut den Wirtschaftsforschern Christoph Badelt (Wifo) und Martin Kocher (IHS) den Abschwung in der Industrie wettmachen.

Arbeitslosigkeit sinkt weiter
Daher rechnet das Wifo in seiner neuesten Prognose mit 1,7 Prozent Wachstum für 2019, nur zwei Zehntelpunkte weniger als zuletzt, das IHS mit 1,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück, auch das sorgt für zusätzliche Kaufkraft. Die Inflation bleibt weiter relativ niedrig.

Nur ein Prozent Wachstum bei deutschen Nachbarn
Damit geht es Österreich deutlich besser als den Deutschen. Dort soll es heuer wegen Problemen in der Autoindustrie (schwacher asiatischer Markt, Diesel-Diskussion etc.) nur einem Prozent Wachstum geben. Die Eurozone wird im Schnitt ebenfalls etwas weniger stark wachsen (+1,4 Prozent) als Österreich. Brexit und die Abschwächung der Weltkonjunktur sind in den Prognosen „eingepreist“, eine Eskalation im Handelskrieg jedoch nicht.

Finanzminister Hartwig Löger stimmen die Aussichten zuversichtlich: „Während die Wachstumsprognosen einiger Länder in den vergangenen Wochen drastisch nach unten revidiert wurden, stellen die heimischen Institute der österreichischen Wirtschaft ein verhältnismäßig gutes Zeugnis aus.“

Kronen Zeitung

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