11.06.2004 16:19 |

EM-Splitter

Randnotizen von der Euro 2004

Vor dem Anpfiff zur EURO 2004 konzentriert sich alles auf die Teams der Teilnehmer, man diskutiert über die neuen Stadien, die heißesten Titelanwärter und hofft auf ein gutes Abschneiden der jeweiligen Lieblingsmannschaft. Doch auch abseits des Hauptgeschehens tut sich einiges...
Familienfreundlich
DFB-Teamchef Rudi Völler hat nichts gegen Spielerfrauenbei der EM. Ihn störe es nicht, wenn diese ihre Männernach Portugal begleiten, sagte der 44-jährige der Illustrierten"Bunte". Abenteuer seien ohnehin fast unmöglich: "Die Spielerstehen heute so unter Beobachtung, die können sich nichtsmehr erlauben, ohne dass es am nächsten Tag in der Zeitungsteht."
 
Knast
Die EM-Organisatoren haben für Fußball-Rowdysvorsorglich Platz in den Gefängnissen geschaffen. In fünfHaftanstalten in Porto, Coimbra, Leiria, Lissabon und Olhãowerden Zellen für bis zu 500 Randalierer frei gehalten. InLeiria wurde dazu eigens ein Haftkomplex neu errichtet, in Coimbraein vor Jahren stillgelegtes Gefängnis reaktiviert. In denanderen Haftanstalten wurden Zellblöcke für die EM geräumtund die dort inhaftierten Gefangenen umquartiert.
 
Beistand
Die kroatischen Fußballer hoffen bei der EMauf himmlischen Beistand. Berichten kroatischer Zeitungen zu Folgesoll die Mannschaft bei ihrem Abflug eine Statue der JungfrauMaria im Reisegepäck gehabt haben. Zudem planten NationaltrainerOtto Baric und die Spieler eine Pilgerfahrt zum portugiesischenWallfahrtsort Fatima nördlich von Lissabon.
 
Umfrage
Noch eine Umfrage, diesmal von Forsa im Auftrag desStern-Magazins und von RTL. Danach glauben 20 Prozent der 1007repräsentativ Befragten an Titelverteidiger Frankreich alsEuropameister. Immerhin 17 Prozent setzen das deutsche Team aufRang zwei der Favoriten gefolgt von Italien (10 Prozent), GastgeberPortugal (9), den Niederlanden (8), Spanien (7), England (6) undTschechien (2).
 
Imageproblem
Von den acht Hauptsponsoren der EM wird nach einemBericht des Wirtschaftsmagazins "Capital" nur die Hälfterichtig wahrgenommen. Das Marktforschungsinstitut "Sport + Markt"hat ermittelt, dass den Fans Canon, Carlsberg, Hyundai und JVCals Partner der UEFA nur wenig bekannt sind. Jeder zweite Sportinteressierteordne T-Mobile, Coca Cola und Mastercard richtig zu, 41 Prozentsei auch McDonald als EM- Sponsor geläufig.
 
Ärgernis
Portugals Fußball-Verband FPF hat mit seinemoffiziellen EM-Führer für Ärger unter den Fansgesorgt. Er musste sich vorhalten lassen, die portugiesischenSpieler zu kritisch beschrieben zu haben. Über Torwart Ricardoheißt es in dem Band: "Er legte alles andere als eine tolleSaison hin." Abwehrspieler Rui Jorge wird vorgehalten: "Er istnicht mehr der Schnellste." Der FPF wies die Kritik zurück:Die Beschreibung der Spieler sei ausgewogen.
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