French Open

Myskina gewinnt russisches Finale in Paris

Sport
05.06.2004 16:49
Auf dem roten (Sand-)Platz von Roland Garros hat Anastasia Myskina Sport-Geschichte geschrieben und die erste Grand- Slam-Trophäe für Russlands Tennis-Damen gewonnen. Im Finale der French Open in Paris besiegte Myskina am Samstag ihre Moskauer Freundin Jelena Dementjewa mit 6:1, 6:2. Neben dem "Coupe Suzanne Lenglen" nahm die neue French-Open-Gewinnerin für ihren achten und wichtigsten Turniersieg 838.500 Euro Preisgeld in Empfang. Dementjewa durfte sich mit 419.250 Euro trösten.
"Ich kann es noch gar nicht glauben", sagteAnastasia Myskina, die nach dem Matchball ihre Freundin in denArm nahm, aber kaum Emotionen zeigte. "Das war alles zu viel fürmich: Im Grand-Slam-Finale gegen meine Freundin spielen zu müssen."Jelena Dementjewa musste heimlich ein paar Tränen wegwischen."Ich war sehr müde und zu nervös. Ich hoffe, das warnicht mein letztes Grand-Slam-Finale", meinte die Verlierin. 
  
Finale unter Freundinnen 
Am Samstag gab es ein unspektakuläres Endspielzweier Freundinnen, die schon als Sechsjährige unter Anleitungvon Marat Safins Mutter zusammen bei Spartak Moskau übten,später auf Reisen ein Zimmer teilten und auch gemeinsam Doppelspielten. "Im Training war ich immer die Bessere, aber wenn esum etwas ging, hat stets Anastasia gewonnen", erzählte JelenaDementjewa. Die Geschichte aus Kindertagen fand in Paris ihreFortsetzung. 
  
Dementjewa fehleranfällig 
Dementjewa, die auf dem Weg ins Finale unter anderenLindsay Davenport (USA) und Publikumsliebling Amelie Mauresmoausgeschaltet hatte, machte viele Fehler, schlug katastrophalauf und konnte dieses Defizit auch nicht mit ihrer exzellentenVorhand ausgleichen. In nur 59 Minuten holte sich Myskina denvierten Sieg im siebten Vergleich der beiden Moskauerinnen. 
  
Herren-Finale am Sonntag 
Im Herren-Finale am Sonntag wird es einen argentinischenSieger geben. Guillermo Coria und Gaston Gaudio bestreiten ihrerstes Grand- Slam-Endspiel. "Sandfloh" Coria gilt gegen den ungesetztenGaudio als Favorit. Das Selbstbewusstsein des 22-Jährigenreicht für zwei: "Ich will die French Open gewinnen, danachdie Goldmedaille bei Olympia in Athen, und ich will die Nummereins der Welt werden", kündigte Coria schon vor dem Endspielan. 
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