Sa, 23. Februar 2019
08.02.2019 14:21

„Ohne Hintergedanken“

Andreas Gabalier ruft zu „Fluchtweg-Challenge“ auf

Weil in der „Gabalier-Kreuz-Challenge“ Rechtsextreme im Netz die Pose von Andreas Gabaliers Albumcover nachahmen, kontert der Musiker jetzt mit einer eigenen viralen Aufgabe. Seine Fans ruft der selbst ernannte Volks-Rock-‘n‘-Roller nun auf Facebook zur „Fluchtweg-Challenge“ auf.

Anhänger der rechten Pegida in Deutschland hatten in der Vorwoche die „Gabalier-Kreuz-Challenge“ ins Leben gerufen und verrenkten sich dafür in die Pose, die Gabalier auf einem seiner Albencover eingenommen hatte. Mehrfach wurde der Sänger ja kritisiert, er ahme damit ein Hakenkreuz nach - was dieser immer vehement von sich wies.

„Zeig dem Affentheater den Vogel“
Dass Gabalier diesen Internet-Hype nicht so einfach auf sich sitzen lässt, versteht sich fast von selbst. Auf seiner Facebook-Seite rief der Steirer daher nun seine eigene Challenge ins Leben. „Zeig dem Affentheater unter einem offiziellen Fluchtwegsymbol mit deinem breitesten Grinsen den Vogel und gewinne 100 x 2 Freikarten für die große Stadien-Tournee 2019“, gab er seinen Fans zusätzlich auch noch einen Anreiz, mitzumachen.

Der Grund für diesen Seitenhieb: Auch das Fluchtweg-Männchen kann mit viel Fantasie als Hakenkreuz gesehen werden. „Nachdem sich das Fluchtweg-Symbol in den vergangenen Jahrzehnten mit seiner ,versteckten Botschaft‘ ganz offensichtlich zu sehr in unser Unterbewusstsein eingeschlichen hat, fordere ich hiermit das Ende des bestehenden Internationalen Fluchtweg-Männleins und zugleich den Anfang eines internationalen neuen Fluchtweg-Weibchens - ohne versteckter Botschaft!“, so Gabalier.

Zuletzt hatte Gabalier für Schlagzeilen gesorgt, weil ihm von der Faschingsgesellschaft „Narhalla“ in München der Karl-Valentin-Orden verliehen wurde. Seine Musik habe gar nichts mit der Kunst von Karl Valentin zu tun, kritisierte etwa Sabine Rinberger vom Valentin-Karlstadt-Museum in München. Außerdem wurde Gabaliers Haltung als rechtspopulistisch, eindeutig homophob und frauenfeindlich kritisiert.

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