So, 17. Februar 2019
06.02.2019 12:21

Sturmgewehre, Pistolen

Verkauf aus Kofferraum: Waffenschmuggler gefasst!

Die steirische Polizei hat einen Waffenschmuggel-Ring ausgehoben. Ein festgenommener 61-jähriger Kroate soll im Kofferraum seines Autos Pistolen, Repetierflinten, Maschinengewehre und Sturmgewehre über die Grenze nach Österreich eingeführt und damit gehandelt haben. Bei Scheinkäufen wurden unter anderem eine Pistole, zwei Sturmgewehre, zwei Pump-Guns und zwei Maschinengewehre sichergestellt. Fünf Steirer und ein Oberösterreicher wurden ebenfalls ausgeforscht, bei ihnen handelt es sich um Sammler und laut Polizei „Waffennarren“.

Zusätzlich wurde der verdächtige Kroate wegen Sozialbetrugs angezeigt, da er in Österreich einen Scheinwohnsitz gegründet haben soll und sich so Sozialleistungen erschlichen haben soll. Die Ermittlungen diesbezüglich sind im Gange, die Polizei steht über einen Verbindungsbeamten an der Botschaft in Zagreb mit der kroatischen Exekutive in Kontakt, wurde am Mittwoch erklärt. Der 61-Jährige befinde sich in U-Haft, die gerade verlängert worden sei, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher. Vorgeworfen wird dem Verdächtigen der Verstoß gegen das Waffen- und Kriegsmaterialgesetz. Kooperativ habe sich der 61-Jährige bis dato allerdings nicht gezeigt, wie es hieß. 

Nach Telefonüberwachungen und Hausdurchsuchungen wurden sechs weitere „Waffennarren“ in der Steiermark und Oberösterreich ausgeforscht und angezeigt, darunter ein 61-jähriger Südsteirer, der drei halbautomatische Schusswaffen verkauft haben soll.

Auch Nazi-Devotionalien entdeckt
Ein 27-jähriger Südsteirer steht im Verdacht, Handel mit Waffen und Kriegsmaterialien betrieben zu haben. Ein 57-jähriger Südsteirer soll drei Schusswaffen gekauft haben. Bei ihm wurden bei einer Hausdurchsuchung auch noch verbotene Waffen wie Elektroschocker, Schlagstock mit integriertem Reizgas und Schlagringe sowie nationalsozialistische Devotionalien sichergestellt.

Waffen an Drogenkonsumenten verkauft
Die Kriminalisten haben weiters einen 23-jähriger Mann aus der Südsteiermark angezeigt, der verdächtigt wird, den Verkauf eines Revolvers und einer Schrotflinte vermittelt zu haben. Er hätte auch noch den Verkauf von zwei Kalaschnikow-Sturmgewehren vermitteln sollen. Ein 35-jähriger Südsteirer, der zwei Faustfeuerwaffen und eine Schusswaffe vom 23-Jährigen erworben haben dürfte, hat die Waffen angeblich an einen Suchtmittelkonsumenten weiterverkauft.

Ein 38-jähriger Oberösterreicher wurde ebenfalls ausgeforscht. Er soll vom 61-jährigen Haupttäter Waffen und Kriegsmaterial gekauft haben. Bei der Hausdurchsuchung wurden vier Sturmgewehre, ein Maschinengewehr, eine Pump-Gun, eine Pistole, das Gehäuse eines Maschinengewehrs, Waffenteile und Munition sichergestellt.

„Besonderheit, grenzüberschreitend bei Waffenhandel zu ermitteln“
An der Ermittlung und der Festnahme waren u.a. die Landesämter für Verfassungsschutz Steiermark und Oberösterreich sowie das Einsatzkommando Cobra beteiligt, wie der steirische Landespolizeidirektor Gerald Ortner sagte. Der Zugriff erfolgte Anfang Jänner in der Steiermark durch Cobra-Beamte. „Es ist eine Besonderheit, grenzüberschreitend bezüglich eines Waffenhandels zu ermitteln,“ sagte Ortner. Die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen: Einer der Abnehmer - ein Österreicher - befinde sich noch im Ausland im Urlaub, er werde erst später vernommen. Es könnte auch noch zu weiteren Hausdurchsuchungen und Festnahmen kommen. Ob noch weitere Abnehmer existierten, konnte noch nicht gesagt werden.

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