Er habe in gewissen Fahrsituationen natürlich nach wie vor Schmerzen. "Aber ich bin zumindest in der Beziehung erleichtert, als ich das Knie jeden Tag spüre und es trotzdem nicht schlechter geworden ist. Das ist für den Kopf ganz wichtig", betonte der Ex-Weltmeister, der sich zwei Wochen zuvor in Kitzbühel einen Bändereinriss und eine Knochenprellung im rechten Knie zugezogen hatte.
Die Erleichterung über Walchhofers gelungenen Test auf den rund zehn Kilo schweren Abfahrtslatten war auch den Coaches anzusehen. Zwar absolvierte Walchhofer exakt eine Woche vor der Olympia-Abfahrt in Whistler Creekside wie der ebenfalls an Knieproblemen laborierende Mario Scheiber auf der "Piste OSV" am Mount Tod lediglich drei Fahrten, "es war aber alleine deshalb ein wirklich guter Test, weil die Piste teilweise extrem schlagig war. Damit hatte ich überhaupt kein Problem", zeigte sich Walchhofer zufrieden.
Knie schmerzt trotzdem
Probleme hat der Salzburger aber nach wie vor bei Rechtsschwüngen. "Da kommt das Knie in eine Extrembeuge, der Druck wird größer und ich verspüre einen richtigen Stechschmerz", gestand er. Zwar habe er am Vorabend die Schmerztablette Voltaren genommen, "aber hauptsächlich wegen der Entzündung. Der Schmerz selbst ist auch mit Tabletten nicht ausschaltbar."
Beim Training selbst würden Schmerztabletten auch keinen Sinn machen, versicherte Walchhofer, der lieber auf Lymphdrainagen sowie ein Kinesio-Tape vertraut. Er werde diese Taktik auch kommende Woche beim offiziellen Abfahrts-Training in Whistler anwenden. "Wenn es notwendig ist, kann ich vor dem Rennen immer noch etwas nehmen."
Die Zeiten standen zumindest bei Walchhofer am Samstag nicht im Mittelpunkt. Auch am Sonntag wird der Routinier in Sun Peaks sein - reduziertes - Abfahrtsprogramm durchziehen, ehe es am Montag per Helikopter endlich ins Olympia-Revier Whistler Mountain geht.
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