Welser Disco in Nöten

Die nächste große Pleite eines Tanzschuppens droht

Schwarz auf weiß haben nun die Betreiber des „Feelings“ die strengen Auflagen der Stadt Wels erhalten. Doch die auf 2 Uhr vorgezogene Sperrstunde ist nicht die größte Sorge der Bosse. Über der Disco kreist der Pleitegeier. Beim eröffneten Konkursverfahren können Gläubiger bis Februar ihre Forderungen stellen.

„Ich gehe davon aus, dass der kürzlich zugestellte Bescheid beeinsprucht wird. Wir werden nicht nachgeben“, will der Welser FP-Stadtvize Gerhard Kroiß trotz der angespannten finanziellen Lage der Disco „Feeling“ nicht entgegenkommen. Er beharrt nach einer Serie von Schlägereien auf die geschäftsschädigende Sperrstunde um 2 Uhr.

Wels kein guter Boden
Ob das Tanzlokal so im Konkursverfahren noch die Kurve kratzen wird können, ist deshalb mehr als fraglich. Es wäre aber nicht die erste Pleite an diesem Disco-Standort. Vor vier Jahren häuften sich bei der „RK Gastro Gmbh“ (Fifty Fifty) rund 3,2 Millionen € Schulden an. Der Sanierungsplan wurde nicht angenommen. Die Gläubiger bekamen schließlich rund 1,8 Prozent ihrer Forderungen zurück. Es scheint aber nicht nur Wels kein guter Boden für Tanzschuppen zu sein.

„Nachtvogl“ mit Bruchlandung
Im Dezember 2017 wurde über die „Bel Gastro GmbH“ ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die Passiva beliefen sich auf 470.000 €. Die Lokale „Bel“ in Weibern und „Mambo“ in Gallspach liefen nicht gut genug. Der 20-Prozent-Sanierungsplan ging aber auf.In Mauthausen verzeichnete vor einigen Jahren die Disco „Nachtvogl“ eine finanzielle Bruchlandung. Minus: 840.000 €.

Pleite auch in Hirschbach
In Hirschbach im Mühlkreis war das Lokal „Lustmaus“ mit 340.000 € verschuldet. Die Gläubiger gingen völlig leer aus, weil nicht einmal die Massekosten zur Gänze beglichen werden konnten.

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