24.12.2018 06:00 |

Steirische Wirtschaft

Fachkräfte stehen auf dem Wunschzettel ganz oben

Süßer die Kassen nie klingeln: Rund sieben Millionen Weihnachtspackerl liegen unter den steirischen Christbäumen, im Schnitt gaben wir Steirer - laut Prognose - knapp 370 Euro für Geschenke aus. Heimische Top-Betriebe wie Energie Steiermark, Infineon und Neuroth fordern hingegen nicht zum Einpacken, sondern zum Anpacken auf: Neue Fachkräfte stehen bei ihren Briefen ans Christkind an erster Stelle.

Das Wünschen alleine helfe nix, ist sich Sabine Herlitschka sicher: „Was zählt, sind spürbare Maßnahmen in Forschung, Bildung und die digitale Infrastruktur zur Stärkung unseres Wirtschaftsstandorts“, betont die Vorstandsvorsitzende von Infineon. Rund 400 Mitarbeiter beschäftigt der Hightechkonzern in der Steiermark - 300 neue Stellen sollen zusätzlich in den nächsten Jahren in Graz entstehen: Dafür müsse es „aber noch viel stärker gelingen, junge Frauen und Männer für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern“, so Herlitschka.

Auch ältere Lehrlinge gesucht
Fachkräfte finden sich auch auf dem Weihnachts-Wunschzettel des Hörgeräte-Spezialisten Neuroth: „Wir suchen immer wieder - gezielt auch ältere - Arbeitskräfte, die bei uns die Lehre zum Hörakustiker auf dem zweiten Bildungsweg machen. Und die gleiche Begeisterung wie wir für besseres Hören haben“, erklärt Vorstandsvorsitzender Lukas Schinko - und stößt damit auf ein offenes Ohr bei Heldeco-Gründer Helmut Dettenweitz.

„Wir gehen gezielt in Schulen“
Denn auch auf seinem imaginären Brief ans Christkind stehen die Fachkräfte, insbesondere die Lehrlinge, an erster Stelle: „Wir haben über 60 Prozent unserer Mitarbeiter selbst im Betrieb ausgebildet und sind aktuell wieder auf der Suche nach neuen Lehrlingen.“ Heldeco hat auch Maßnahmen ergriffen: "Wir bringen uns im Rahmen einer Arbeitsgruppe im Wirtschaftsministerium ein und gehen gezielt mit Projekten in Schulen.

„Wir sichern uns Fachkräfte der Zukunft“
Ähnliche Wege geht Michael Winkelbauer, Geschäftsführer des oststeirischen Baumaschinenausrüsters Winkelbauer: „Wir bilden zurzeit 15 Lehrlinge aus. Und sichern uns so die Fachkräfte der Zukunft. Wünschen würde ich mir dazu auch, dass engagierte Migranten leichter eine Lehre beginnen können.“

Ausbildung ist „Causa Prima“
Auch bei der Energie Steiermark ist die Ausbildung von Fachkräften „Causa Prima“: „Wir haben in den vergangenen Jahren über 1200 junge Menschen zu Experten in Sachen Energie ausgebildet - mit dem neugebauten E-Campus sollen es künftig noch deutlich mehr werden“, wünscht sich Konzernsprecher Urs Harnik-Lauris.

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