Di, 22. Jänner 2019

Belehrung statt Hilfe

21.12.2018 15:00

Mutter verzweifelt: Schimmel im Kinderzimmer

Die zweijährige Tochter hustet seit dem Einzug. „Es geht um die Gesundheit der Kinder“, sagt Mutter Nicole W. verzweifelt. Vor drei Monaten bezog die Familie aus einer Not heraus die 53-Quadratmeter-Wohnung in einem Wiener Gemeindebau im 22. Bezirk. Doch dann der Schock: Schimmel im Kinderzimmer! Statt Hilfe gab es aber nur Belehrungen.

In der Früh zieht die Mama in Karenz als Erstes die Kinder an und öffnet alle Fenster. „Ich lüfte und ich heize“, erzählt sie. Mehr kann keiner machen. Doch die Wände im Erdgeschoß triefen, der Schimmel greift auf die Möbel über. Auch die Außenfassade ist dunkel verfärbt. Der Schimmelbefall dürfte hier bereits seit Langem ein Problem sein. „Schon bei der Eingangstür fängt es an“, erklärt die Mutter.

Luftfeuchtigkeit viel zu hoch
Doch die Hilfe von der Stadt hält sich in Grenzen. Als Wiener Wohnen vorbeikam, stellte der Techniker fest, dass die Luftfeuchtigkeit viel zu hoch sei. Ein Maler ging mit Schimmelspray über die Oberfläche und wird sie übermalen. Für Wiener Wohnen scheint die Sache damit erledigt. Für alles andere sei Nicole W. selbst zuständig.

Wiener Wohnen rief sie sogar noch an, um sie 30 Minuten zu belehren, wie man richtig lüftet. „Niemand kann oder will mir helfen“, sagt sie. Briefe an die Stadt gingen ins Leere. Sie hofft jetzt, auf eigene Faust eine passende Wohnung zu finden.

Maida Dedagic, Kronen Zeitung

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