20.12.2018 07:34 |

Lukas Weißhaidinger

Unser Diskus-Held erhält Technikhilfe aus der Luft

Nichts, aber rein gar nichts überlassen Österreichs Diskus-Hüne Lukas Weißhaidinger und sein Coach Gregor Högler auf dem Weg nach Tokio 2020 dem Zufall! Högler, ein Tüflter ersten Ranges, zog im Trainingslager auf Teneriffa ein neues Register, um auch kleinste Schwächen in der Technik unseres EM-Dritten zu entdecken. Aus der Perspektive von oben - mit Aufnahmen von einer Drohne.

Zig Tausende Würfe hat Gregor Högler, heuer in Österreich zum „Trainer des Jahres“ gekürt, schon von Luki aufgenommen, aus allen möglichen Perspektiven, aus der horizontalen und der waagerechten Achse, immer wieder analysiert, kleinste Fehler in der Wurftechnik entdeckt. Diese räumliche Darstellung, von oben aufgenommen, aber ist für das Erfolgsduo neu. Högler, der seit Jahren den Diskuswurf wissenschaftlich erforscht: „Ich sehe so viel besser die resultierende Drehachse und kann die Winkelgeschwindigkeiten besser bestimmen. Diese Drohnenaufnahmen ermöglichen mir einen neuen wichtigen Einblick in die Diskustechnik. Alle Informationen sind auf unserem hohen technischen Niveau wichtig“, sagt Högler, „ich möchte keine Möglichkeit der Verbesserung verpassen. Daher verfolgen wir diese Idee natürlich auch weiter. Wir dürfen keinen Aufwand scheuen, um besser zu werden.“

Jeder Zentimeter zählt
Jede kleinste Verbesserung, jeder Zentimeter zählt! Und hat Lukas Weißhaidinger heuer mit seiner Bronze-Medaille bei der EM in Berlin und seinem im Frühjahr in Rehlingen erzielten Traumrekord von 68,98 m seine absolute Weltklasse weiter gefestigt, kann er sich 2019 wieder ein Stückchen weiter verbessern. Das muss er auch, um bei den Meetings der Diamond League und der WM in Doha Ende September/Anfang Oktober bestehen zu können.

Der Oberösterreicher ist zumindest mit dem Training auf Teneriffa sehr zufrieden gewesen und war auch von den Drohnenaufnahmen begeistert. Sein Fazit des Trainingslagers: „Wir sind auf einem guten Weg, haben aber schon noch ein, zwei Sachen, die wir besser machen müssen. Durch die neuen Möglichkeiten der biomechanischen Auswertung meiner Würfe können wir einen nächsten Schritt machen. In der Video-Analyse sieht man nicht alles, aber durch die Auswertung ist es für mich noch besser nachvollziehbar, welche Wirkung diese oder jene Änderung hat.“

Keine Pause über Weihnachten
Pause gibt es für ihn über Weihnachten natürlich nicht: „Vor allem Krafttraining steht am Programm. Die Weihnachtsgeschenke sollten also eher hängen und nicht auf dem Boden liegen, weil zusätzliche Kniebeugen müssen nicht sein. Ich werde über die Feiertage aber schon zu Hause in Oberösterreich sein, dann komme ich wieder in die Südstadt.“ Am 7. Jänner geht es wieder für zehn Tage nach Teneriffa."

“Technisch weiter als letztes Jahr!„
Högler: “Technisch sind wir um ein bis zwei Monate weiter als letztes Jahr. Das alte System wurde angepasst beziehungsweise aufgerüstet, dadurch sollte nächste Saison noch mehr möglich sein. Auf Teneriffa haben wir jetzt erkannt und gesehen, wie wir die Beine schneller machen können. Das dritte Wurftraining war das beste, das stimmt mich als Trainer optimistisch."

Olaf Brockmann

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