18.12.2018 16:33 |

Causa Rapid-Fans

Schauspieler: „Vorgehen der Exekutive wie im Iran“

Die gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Polizei und dem SK Rapid Wien beziehungsweise dessen Fans gehen weiter. Nachdem Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl im krone.tv-Talk heftige Kritik am Verein übte, meldet sich nun „Schnell ermittelt“-Darsteller Morteza Tavakoli zu Wort. Der Schauspieler war auch im „Kessel“ und vergleicht die Polizei nun mit jener in seinem Herkunftsland Iran.

Tavakoli erklärt auf Facebook, dass er sich „bewusst zurückgehalten“ habe, „um zu sehen, wie die Polizei im Nachhinein auf das Geschehen reagiert“.

„Bis zum Schluss bei unmenschlichen Bedingungen verharrt“
Der 36-Jährige habe sich „bewusst entschieden“, bei „unmenschlichen Bedingungen bis zum Schluss dort zu verharren, um mir ein Bild zu machen, wie vorgegangen wird, wie mit Menschen umgegangen wird und vor allem was danach in den Medien erzählt wird“.

Österreich als „Polizeistaat“
Aufgrund der ausgesendeten Informationen der Polizei an Medien und Öffentlichkeit bezeichnet Tavakoli Österreich als „Polizeistaat“. Bei der Einkesselung der 1338 Rapid-Fans am Sonntag habe es sich um „willkürliche Rechtsausübung“ gehandelt.

Um zu beweisen, dass außer Schnee auch Dosen, Pyrotechnik und andere Gegenstände auf die A23 geworfen wurden, fordert Tavakoli mehr Videos von der Polizei. Man solle so „mehr Licht ins Dunkel“ bringen.

„Glücklicherweise ist alles ruhig geblieben“
Der Schauspieler schildert, dass unter den Fans immer wieder gebeten wurde, „ruhig und besonnen“ zu bleiben, „um einer Eskalation aus dem Weg zu gehen“. Über den Umgang der Beamten mit den Menschen „will ich gar nicht reden“, fügt er hinzu. Er sei als einer der letzten zur Identitätsprüfung angetreten und habe den „Kessel“ um ca. 21.30 Uhr verlassen.

Tavakoli ist österreichischer Staatsbürger und im Iran geboren. In dem Beitrag auf seiner Facebook-Seite erklärt er, dass er „dieses Vorgehen der Exekutive“ schon von Erzählungen kenne. „Das haben meine Eltern und viele Bekannte schon im Iran erlebt und durchgemacht.“

Der 36-Jährige übt auch Kritik an der Berichterstattung in den Medien. Dazu möchten wir betonen, dass auf krone.at sowohl die Polizei als auch ihre Kritiker ausführlich zu Wort kamen.

Alles über die Vorfälle rund um das 328. Wiener Derby:

Thomas Zeitelberger
Thomas Zeitelberger
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