Rapid-Fans angehalten

„Das ist Folter!“ Schwere Vorwürfe gegen Polizei

Im Rapid-Sektor blieb‘s während des Derbys (6:1 für die Austria) weitgehend ruhig. Hitzig dürfte das Nachspiel rund um die ausgesperrten Rapid-Fans werden. Sie waren - laut Polizei, weil (pyrotechnische) Gegenstände auf die A23 geworfen worden waren - lange Zeit vor dem Stadion festgehalten worden. Die „Rechtshilfe Rapid“ spricht gar von „Folter“. (Im Video oben der Schauplatz der Geschehnisse).

„Eingekesselt“
Während Hunderte Rapid-Fans ausgesperrt und vor dem Stadion „eingekesselt“ wurden, feuerte vor allem die sogenannte Rechtshilfe Rapid auf Twitter aus allen Rohren gegen die Polizei. Von „Folter“ war da zu lesen. Väter und Kinder würden ebenso wenig durchgelassen wie Schwangere, beklagte die Institution. Trotz klirrender Kälte sei kein Tee verfügbar, die Festgehaltenen hätten nicht einmal die Gelegenheit, ihre Notdurft zu verrichten.

Hier ein Auszug aus der stundenlangen Twitter-Aktivität der Rechtshilfe Rapid“:

Sektor blieb leer
Fest steht: Im Rapid-Sektor der Generali-Arena blieben am Sonntag Hunderte Plätze frei. Laut Polizei hatten Risiko-Fans unter anderem pyrotechnische Gegenstände auf die Tangente geworfen, weswegen die Exekutive durchgriff: Sie hielt zahlreiche Personen an und überprüfte deren Identität.

550 Polizisten
Die Betroffenen wurden nicht ins Stadion gelassen und nach der Überprüfung aus dem Sicherheitsbereich rund um die Arena gewiesen, erklärte Polizeisprecher Harald Sörös. Die Exekutive hoffte, jene radikalen Rapid-Fans zu erwischen, die die Gegenstände mutmaßlich auf die Autobahn geschleudert hatten. Wurfgeschoße wurden sichergestellt. Die Polizei stand mit 550 Kräften im Einsatz.

Polizei: 1338 Fans angehalten, 3 Rettungseinsätze, eine Festnahme
Dass tatsächlich (Pyro-)Gegenstände auf die Tangente flogen, wollte die „Rechtshilfe Rapid“ nicht bestätigen. Die Wiener Polizei sprach spätabens von insgesamt von 1338 Fans, die angehalten wurden, sowie „erheblichen Mengen pyrotechnischer Gegenstände“, darunter eine Rauchgranate.

„Freiheit beraubt“
Im Web klagten Stadionbesucher, bis zu sechs Stunden lang ihrer „Freiheit beraubt“ worden zu sein. Menschen seien auch „kollabiert“, heißt es. Die Exekutive selbst berichtete diesbezüglich von „drei Rettungseinsätzen wegen Knieproblemen, Kreuzschmerzen und Kreislaufbeschwerden“. Es habe schließlich eine Anzeige wegen Gemeingefährdung gegeben sowie eine „verwaltungsrechtliche Festnahme“.

Gewalt habe im Fußball nichts verloren, betonte Polizeipräsident Gerhard Pürstl in einem Statement im Einsatzbericht. Dieser sei die Wiener Polizei „entschieden entgegengetreten“.

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