Weltpremiere in Linz:

Ungeborenes Baby bekam im Mutterleib Stent!

Einer medizinischen Welt-Premiere im Kinderherz Zentrum des Linzer Kepler Universitätsklinikums verdankt der vier Monate alte Jan, dass er am Leben ist. Der Bub hat einen schweren Herzfehler. Ihm wurde als erstes ungeborenes Baby überhaupt noch im Mutterleib ein Stent im Herzen eingesetzt.

Der kleine Jan war von Beginn an ein Sorgenkind. Sein Zwilling starb gleich am Anfang der Schwangerschaft, zersetzte sich im Mutterleib. In der 19. Woche erfuhr Mutter Christine Raffelsberger (32) aus Pinsdorf, dass nur die rechte Herzklappe von Jan funktioniert: „Im Salzburger Spital haben sie ihm nur noch zwei Wochen gegeben“. Ihr Ungeborenes litt am Hypoplastischen Linksherzsyndrom.

Tödlicher Herzfehler
Aufgrund dieses Herzfehlers wäre das Baby nach der Geburt nicht lebensfähig gewesen oder hätte sofort notoperiert werden müssen.

Kinderherz Zentrum war Rettung
Raffelsberger wurde zum Kinderherz Zentrum im Linzer Uni-Klinikum überwiesen. Dort entschieden sich Primar Wolfgang Arzt und Primar Gerald Tulzer dem Ungeborenen sechs Tage vor der Entbindung mit einer Hohlnadel einen neun Millimeter langen und drei Millimeter dicken Stent ins Herz zu verpflanzen. Ein Eingriff, der weltweit noch nie durchgeführt worden war. Sechs Tage nach dem Kaiserschnitt wurde Jan dann erstmalig am Herzen operiert. Mittlerweile hat er schon zwei solcher Eingriffe hinter sich, ist vier Monate alt und ein zufriedenes Baby.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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