11.12.2018 18:55 |

Experten in Graz:

„Die globale Erwärmung kann man nicht leugnen“

Weltweit bedroht die Erderwärmung Mensch und Umwelt. Auch in der Steiermark sind die Auswirkungen zunehmend zu spüren: Die österreichische Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb warnt schon seit vielen Jahren vor den Gefahren des Temperaturanstiegs und mahnt Politik und Bevölkerung zum Umdenken. Doch wie genau soll dieses aussehen? Was können wir tun? Im Grazer Naturkundemuseum stehen Kromp-Kolb und Kollegen am Mittwoch (ab 18 Uhr) Frage und Antwort. Für „Krone“-Leser hat sie schon vorab ein paar Tipps.

„Der heurige Sommer ist das perfekte Beispiel für die negative Entwicklung des Weltklimas“, sagt Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb. Es war in Österreich sehr lange sehr warm und vielerorts ungewöhnlich trocken. Im Waldviertel hat das zu einer enormen Katastrophe geführt, und auch im sonst so feuchten Vorarlberg gab es Dürre. „Die Steiermark hat zwei Jahre hintereinander Spätfröste erlebt, was vor allem deshalb ein Problem ist, weil die Pflanzen wegen der Klimaerwärmung früher austreiben. Das stellt vor allem unsere Bauern vor große Probleme“, so Kromp-Kolb.

Wir müssen unsere Gewohnheiten ändern
Warum werden trotzdem nur so zögerlich Veränderungen beschlossen? Kromp-Kolb meint: „Weil wir unser Leben und unsere Gewohnheiten massiv verändern müssen, wenn wir wirklich was weiterbringen wollen. Wir leben in einer Zeit, in der uns eingeredet wird, dass das Wesentliche im Leben ist, wie groß der Fernseher oder das Auto ist und wohin der Urlaub geht. Aber eigentlich ist das alles egal, weil es mittlerweile um das Überleben des Planeten geht.“

Ernährung umstellen
Doch was können wir als Einzelner, in unseren Familien tun? „Als ersten Schritt die Ernährung umstellen“, erklärt Kromp-Kolb. Ihr Tipp: „Mehr Gemüse und Getreide, weniger Fleisch und Milchprodukten. Wiederkäuer haben eine hohe Methanausgasung, und um Futtermittel zu erzeugen werden mit hohem Energiebedarf Düngemittel erzeugt und die Regenwälder für den Anbau abgeholzt.“ Ein weiterer wichtiger Schritt: „Das Auto öfter mal stehen lassen, mit dem Rad fahren, zu Fuß gehen oder die Öffis nehmen - das ist natürlich in der Stadt einfacher als am Land. Mit beiden Schritten tut man nicht nur was für die Umwelt, sondern lebt auch gesünder.“

Gutes Zeugnis für Steiermark
Der Steiermark stellt die Expertin dabei ein durchaus positives Zeugnis aus: „Die Steiermark ist aus meiner Sicht vorbildlich, weil die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Wissenschaft besser funktioniert als in anderen Bundesländern. Das ermöglicht, das Neues ausprobiert werden kann. Die Steiermark könnte damit durchaus eine Vorreiterrolle einnehmen.“

Das vollständige Interview lesen Sie in der Mittwochsausgabe Ihrer „Steirerkrone“.

Christoph Hartner
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