22.11.2018 13:16 |

Beschwerden lindern

PMS - Was hilft wirklich dagegen?

Das Prämenstruelle Syndrom ist wohl der Schrecken jedes Mannes. Die Frauen seien in dieser Zeit besonders zickig und emotional heißt es. Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit - stimmt das eigentlich? Um das PMS ranken sich viele Mythen und oft weiß nicht einmal die Frauenwelt selbst, was es wirklich damit auf sich hat. Also was ist das Prämenstruelle Syndrom, wie äußert es sich und vor allem: Was hilft gegen die Beschwerden?

Wie bereits erwähnt, machen viele Männer so ihre Witze über das PMS, sobald eine Frau mal schlechte Laune hat oder gereizt reagiert. Für die Betroffenen ist das Prämenstruelle Syndrom aber nicht immer so lustig. Während einige glückliche Damen mit dem PMS scheinbar keine Probleme haben - oder dieses durch die Einnahme der Antibabypille künstlich unterdrücken - leiden andere Monat für Monat für mehrere Tage bis Wochen vor sich hin. Tatsächlich beginnen erste Beschwerden je nach Frau bereits vier bis vierzehn Tage vor Eintreten ihrer Periode. Betroffen ist eigenen Angaben zufolge etwa jede dritte Frau. Wie lange, stark und auf welche Art und Weise sich die Symptome äußern, ist aber individuell verschieden. So hat der Mythos von Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen zwar durchaus seinen wahren Kern, doch PMS hat noch viele weitere Gesichter.

Wie äußert sich das Prämenstruelle Syndrom?
Als wäre es nicht genug, dass viele Frauen während ihrer Regelblutung Beschwerden wie Bauchkrämpfe, Schmerzen oder Müdigkeit haben, leiden sie dank PMS auch schon Tage oder bis zu zwei Wochen davor - und somit beinahe über ihren ganzen Zyklus hinweg. Dies macht deutlich, wie hoch die Belastung für Betroffene bei einem ausgeprägten Prämenstruellen Syndrom sein kann. Während eben einige Damen keinerlei Probleme haben, leiden andere sogar unter der Extremform PMDS, der prämenstruellen dysphorischen Störung. Etwa drei bis acht Prozent der Frauen sollen betroffen sein. Prinzipiell handelt es sich dabei um dieselben Beschwerden wie bei einem „normalen“ PMS auch - nur in so starker Ausprägung, dass dadurch sogar eine Beeinträchtigung im Bereich der Arbeit sowie sozialen Kontakte stattfindet. Zu den typischen Symptomen von PMS und PMDS gehören neben den bereits erwähnten Stimmungsschwankungen sowie der erhöhten Reizbarkeit auch folgende:

  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Heißhungerattacken
  • Reizempfindlichkeit
  • Hyperaktivität
  • Angstzustände
  • Aggressivität
  • Depressive Verstimmung
  • Überforderungsgefühle
  • Minderwertigkeitsgefühle

Auch das grundlose Weinen oder Lachen ist für Frauen im Zuge des PMS kein ungewöhnliches Verhalten. Verständlich also, dass „Frau“ aus Sicht der Männer zu dieser Zeit des Monats besonders kompliziert erscheint. Welche dieser Symptome aber tatsächlich auftreten, in welcher Kombination, für wie lange und wie stark - das hängt wiederum vom Einzelfall ab und kann auch bei den Betroffenen je nach Zyklus unterschiedlich sein. Jedoch geht das Prämenstruelle Syndrom sogar noch über solche psychischen Veränderungen hinaus. Stattdessen äußert es sich nicht selten (zusätzlich) in körperlichen Beschwerden:

  • Bauchkrämpfe
  • Wassereinlagerungen
  • Übelkeit
  • Kreislaufbeschwerden bis hin zur Ohnmacht
  • Migräne
  • Durchfall
  • Hautreizungen und -unreinheiten
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen in den Brüsten sowie im Bereich der Geschlechtsorgane
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Latente Entzündungen im gesamten Körper

Auch der Männerwelt dürfte angesichts dieser Liste langsam klar werden, dass das PMS leider alles andere als ein Spaß ist. Für Frauen ist es hingegen ein Trost zu wissen, dass sie mit ihren Beschwerden nicht alleine sind. Dennoch werden die Symptome, vor allem beim PMDS, manchmal so stark, dass sich die betroffenen Damen unbedingt Hilfe suchen sollten. Dies ist spätestens dann der Fall, wenn das Prämenstruelle Syndrom regelmäßig solch starke Ausmaße annimmt, dass Beeinträchtigungen im Alltag entstehen. Bei schwächeren Formen, beispielsweise mit nur leichten Kopfschmerzen, etwas Durchfall oder innerer Unruhe, können hingegen oft schon gängige Arzneien aus der Hausapotheke helfen.

Dienstag, 04. August 2020
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