15.11.2018 08:38 |

Regisseur „überrascht“

Helmut Berger mag „seine Doku“ nicht: Klage

„Helmut Berger, actor“: So heißt der Dokumentarfilm von Regisseur Andreas Horvath. 2015 erschien der Streifen über Österreichs Film-Star. Nun ist er Thema am Salzburger Landesgericht. Denn: Helmut Berger mag das Werk offensichtlich nicht mehr. Er verklagt den „überraschten“ Regisseur. Streitwert: 103.000 Euro.

Der einstige Kino-Held findet sich falsch dargestellt: Als „selbstzerstörerischen, hemmungslosen und verwahrlosten“ Menschen, heißt es in der 16-seitigen Klage. Die „bloßstellenden“ und „herabsetzenden“ Szenen würden die „Menschenwürde beeinträchtigen“. Berger fürchtet offenbar um sein Image, um künftige Rollen.

Klage auf Unterlassung der Weiterverbreitung

Obwohl die Doku bereits drei Jahre alt ist - damals 2015 wurde das Werk sogar bei den Filmfestspielen in Venedig uraufgeführt. Trotzdem. Berger klagt.

Regisseur ist baff: „Unerklärlich“

Er fordert eine Unterlassung der Weiterverbreitung und 50.000 Euro Schadenersatz samt einer Einstweiligen Verfügung. Dabei hatte er 2013 eine Einverständniserklärung signiert, sogar zwei, betont der Salzburger Regisseur Andreas Horvath: „Berger hat den Film zweimal gesehen und war begeistert. Dass er jetzt rechtlich dagegen vorgeht, hat mich völlig überrascht und ist für mich unerklärlich.“ Die Ansprüche Bergers seien jedenfalls „unbegründet und unberechtigt“, so Anwalt Stephan Kliemstein. Der erste Prozesstag fand am Freitag im Landesgericht statt - aber ohne den Star.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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