Was tun mit Uhus?

Seilbahn auf Plabutsch: 7 Hektar Wald müssen weg

Steiermark
09.11.2018 18:00
Porträt von Gerald Richter
Von Gerald Richter

Die geplante Plabutsch-Seilbahn ruft - wie erwartet - Umweltschützer auf den Plan. Die Grünen fürchten um den Uhu, der unter einem kleinen Teilstück der geplanten Trasse nistet. Baumschützer fürchten, dass bis zu 300.000 Quadratmeter Wald gerodet werden könnten. Offenbar sind aber „nur“ 70.000…

Dass unter der Seilbahn-Trasse keine Bäume stehen können, ist klar. Laut Büro des Grazer VP-Bürgermeisters Siegfried Nagl müssen für die Plabutsch-Seilbahn ca. 70.000 Quadratmeter (also sieben Hektar) Wald gerodet werden. Und zwar ca. drei Hektar auf Grazer Seite und vier Hektar auf Thaler Seite.

Im Nagl-Büro erinnert man aber daran, dass die Stadt auf dem Plabutsch 265.600 Quadratmeter Wald ankauft bzw. angekauft hat und dafür rund drei Millionen Euro in die Hand nimmt. Und: Im Grazer Stadtgebiet gebe es 3200 Hektar an Waldfläche, für die Trasse würden also bloß 0,09 Prozent des Bestandes weichen müssen - sofern man nur den Teil hernimmt, der auf Grazer Seite geschlägert würde.

Ob das die Naturschützer milde stimmt? Eher nicht…

Was tun mit Uhus und Fledermäusen?
 Die Grünen fürchten ja auch um Nistplätze für den Uhu. Zudem, so die Grüne Andrea Pavlovec-Meixner, gebe es im Bereich der grazseitig gelegenen Seilbahnstation in der Peter-Tunner-Gasse eine bekannte Fledermaushöhle.

Für diese geschützten Tiere müssten im Vorfeld des Baus Ausweichquartiere gefunden werden, die von ihnen aber auch angenommen werden müssen.

Unklar ist, ob für den Seilbahnbau eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden muss. Die Stadt lässt das rechtlich prüfen.

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