Di, 20. November 2018

Verfolgung in Linz

03.11.2018 11:29

Flüchtender Drogenlenker rammt Polizeiauto frontal

Eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei hat sich am Freitag in Linz ein unter Drogen- und Alkoholeinfluss stehender Autolenker geliefert. Am Ende seiner Flucht krachte der 23-Jährige frontal in einen Funkwagen. Der anschließende Versuch, zu Fuß das Weite zu suchen und sich hinter parkenden Fahrzeugen zu verstecken, scheiterte: Der Mann wurde in die Justizanstalt eingeliefert.

Eine Streife hatte gegen 6.40 Uhr in der Kärntnerstraße einen mit zwei Personen besetzten Pkw zu einer routinemäßigen Fahrzeug- und Lenkerkontrolle anhalten wollen. Der Fahrer ignorierte die Anhaltezeichen, beschleunigte den Pkw und raste stadteinwärts. Dabei übertrat der die erlaubte Höchstgeschwindigkeit „eklatant“, wie die Polizei berichtete, und missachtete mehrere rote Ampeln. Der Lenker flüchtete in Richtung Schillerpark, zurück zum Volksgarten und wieder in Richtung Schillerpark - den ihn verfolgenden Streifenwagen stets im Rückspiegel.

Streifenwagen gerammt
Wegen eines entgegenkommenden Fahrzeugs musste die Streife die Verfolgung kurzzeitig abbrechen. Doch zwischenzeitlich hatten sich Kollegen an der Fahndung beteiligt. Am Schillerplatz fuhr ein Streifenwagen Richtung stadtauswärts und der gesuchte Pkw stadteinwärts - es kam zur Kollision. Der flüchtende Pkw-Lenker rammte den bereits stehenden Funkwagen frontal, „um sich offensichtlich einer Anhaltung entziehen zu können“, wie es im Polizeibericht hieß.

„Angst vor der Polizei“
Ein Beamter nahm zu Fuß die Verfolgung auf, schließlich wurde der 23-Jährige festgenommen. Seine Begründung für die Flucht lautete, er habe „Angst vor der Polizei“. Ein bei dem Linzer durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von 0,64 Promille, ein Drogenschnelltest verlief positiv. Eine amtsärztliche Untersuchung ergab Fahruntauglichkeit, den Führerschein ist der Bursche vorerst los.

Zahlreiche Anzeigen
Doch damit nicht genug: Im Auto fanden die Polizisten Marihuana. Außerdem muss er sich für seine gefährliche Fahrweise und den Schaden am Polizeiauto verantworten. Dazu kommt, dass bei dem Verkehrsunfall zwei Polizisten und bei der Festnahme ein weiterer Beamter verletzt wurden. 
Der Beifahrer, ebenfalls ein Linzer, durfte übrigens nach Hause gehen. Der Mann war zwar im Auto, hat sich aber im Gegensatz zu seinem Chauffeur nicht strafbar gemacht.

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