Mi, 16. Jänner 2019

Wollen in die USA

20.10.2018 18:17

Tausende Flüchtlinge stürmen Grenze zu Mexiko

Auf ihrem Marsch in Richtung USA haben Tausende Migranten aus Mittelamerika die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko durchbrochen. Sie überwanden am Freitag mehrere Absperrungen im Grenzort Tecun UmAn und gelangten auf eine Brücke über den Grenzfluss Suchiate. Am Ende der Grenzbrücke wurden sie von Polizisten gestoppt. Am Samstag saßen noch Tausende Menschen vor dem Grenzübergang fest.

Die Flüchtlinge, von denen die meisten aus Honduras kommen, versuchen über Mexiko in die USA zu gelangen. Unter Rufen wie „Ja, wir können“ und „Mexiko! Mexiko!“ drückten die Menschen mehrere Metallabsperrungen ein, die ihnen den Durchgang zur Grenzbrücke versperrten. Erst am Ende der Brücke wurden sie von hunderten Polizisten aufgehalten.

Steine auf Sicherheitskräfte geworfen
Aus der Menge wurden Steine und andere Gegenstände auf die Sicherheitskräfte geworfen, die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschoße ein. Mehrere Migranten, Polizisten und Journalisten wurden verletzt.

Tausende Honduraner sind derzeit zu Fuß auf der Flucht vor Armut und Gewalt in ihrem Heimatland, ihr Ziel sind die USA. „Wir fliehen vor Gewalt, kommen hier an und bekommen noch mehr Prügel“, sagte die 28-jährige Marta Ornelas Cazares unter Tränen. Sie habe darauf gehofft, „friedlich“ über die Grenze gelassen zu werden, berichtete die Frau, die ihr Baby fest im Arm hielt, nachdem sie ihre zwei anderen Kinder im Gedränge verloren hatte.

„Bitte macht die Türe auf“
„Wir haben nichts gegessen“, sagte die 48-jährige Marina Alvarado. „Die Soldaten haben uns nur Wasser gegeben.“ Die Menschen würden „wie Tiere“ behandelt. „Bitte macht die Tür auf“, rief sie vor der letzten Absperrung. Die mexikanischen Behörden begannen nach eigenen Angaben damit, die Menschen einreisen zu lassen - allerdings nur einer nach dem anderen. Mexiko besteht darauf, dass Migranten ohne Visum einen Asylantrag stellen müssen. Zuerst durften Frauen und Kinder die Grenze überqueren. Sie wurden mit Bussen in Auffanglager gebracht.

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