So, 18. November 2018

Verwirrter mit Messer

19.10.2018 06:45

Prozess um Schreck bei Tennisclub-Weihnachtsfeier

Diese Weihnachtsfeier hatten sich die Mitglieder eines Tennisclubs im Raum Innsbruck ganz anderes vorgestellt. Plötzlich stand ein offenkundig Verwirrter vor ihnen und fuchtelte mit einem Messer herum, Todesdrohungen sollen gefallen sein. Der 29-Jährige stand nun am Landesgericht - Anstaltseinweisung?

„Am Anfang lachten wir noch. Doch dann war die Stimmung sehr angespannt und keiner redete mehr ein Wort“ - so beschrieb ein Clubmitglied das Szenario, nachdem der kräftige junge Unbekannte plötzlich im Raum war und völlig Irrationales tat: Der Angeklagte holte zunächst ein Vorhängeschloss aus der Tasche und meinte geheimnisvoll, dass dieses nun „über Leben und Tod“ entscheide. Mit einem Schweizer Messer wollte er dann das Büro aufsperren und fragte nebenbei: „Wer will mich küssen?“

Nicht mehr geheuer
Den etwa 20 Versammelten war das Ganze nicht mehr geheuer, einer alarmierte dann die Polizei, die den 29-Jährigen vor dem Gebäude festnahm und ihn in die Innsbrucker Psychiatrie einwies. Vorher soll er noch damit gedroht haben, er werde die Anwesenden erschießen. Diesbezügliche Zeugen waren nicht bei der Verhandlung, sie musste daher auf Dezember vertagt werden.

Unterbringung beantragt
Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Unterbringung in einer Anstalt für abnorme Rechtsbrecher. Der Gutachter diagnostizierte eine bipolare affektive Störung beim ehemals guten Schüler und Gastronomieangestellen. Bei der Tat sei er unzurechnungsfähig gewesen. In einer so genannten Zornmanie könne der 29-Jährige wieder zur Gefahr für Dritte werden. Allerdings könne eine ambulante Betreuung mit Medikamenteneinnahme dem entgegen wirken. Eine durchaus heikle Entscheidung, die zu fällen sein wird. Andreas Moser

Andreas Moser
Andreas Moser

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