Klagenfurt

Wird Unkündbarkeit im Magistrat jetzt abgeschafft?

Kärnten
18.10.2018 10:38
Porträt von Christian Rosenzopf
Von Christian Rosenzopf

Es ist ein Relikt aus der Ära von Langzeit-Bürgermeister Leopold Guggenberger: Ab dem elften Dienstjahr werden Magistratsbeamte in Klagenfurt automatisch unkündbar gestellt. Davon profitieren mehr als 1000 Mitarbeiter. Aufgrund der vielen Krankenstände dürfte das „Zuckerl“ aber bald abgeschafft werden.

Bereits vor sechs Jahren hatte der damalige Personalreferent Wolfgang Germ in der „Krone“ die hohe Zahl an Krankenständen angeprangert. „Damals hat man mich dafür kritisiert“, meint Germ. Obwohl seither rund 60.000 Euro in die Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter investiert worden waren, ist die Zahl der Krankenstände nicht zurückgegangen.

Da gerade bei den 1097 unkündbaren Mitarbeitern die Ausfallsrate sehr hoch ist, will der Magistrat - wie berichtet - mögliche Fälle von Missbrauch prüfen.

Magistrat Klagenfurt: Wird Unkündbarkeit ausgenutzt?
„Wenn sich herausstellt, dass die Unkündbarstellung von manchen ausgenutzt wird, werden wir dem einen Riegel vorschieben“, betont Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler. „Insbesondere werden wir uns anschauen, ob das Sonderrecht überhaupt noch zeitgemäß ist.“

In bestehende Verträge kann freilich nicht eingegriffen werden, allerdings dürfte es für neu eintretende Mitarbeiter keine Unkündbarkeit nach zehn Dienstjahren mehr geben. Das sei auch eine Signalwirkung an langgediente Mitarbeiter. „Man muss beginnen, anders zu denken.“

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