Di, 25. September 2018

Jensen jetzt Teamchef

05.09.2018 14:40

Dänemark mit Hallen-Kicker gegen die Slowakei

Die Posse um die dänische Nationalmannschaft geht weiter! Nachdem sich die Spieler des WM-Achtelfinalisten mit dem Verband DBU nicht auf einen Vertrag einigen konnte, wurde für das Länderspiel in der Slowakei am Mittwoch eine Aushilfsmannschaft mit einigen Hallen-Kickern nominiert. Als neuer Teamchef springt der frühere Arsenal-Mittelfeldspieler John Jensen kurzfristig ein.

Grund für das Chaos ist ein langwieriger Streit um einen neuen Werbevertrag. Das Nationalteam wird vom dänischen Sportartikelhersteller Hummel gesponsert. Viele Spieler haben allerdings einen privaten Vertrag mit der Konkurrenz. Die Top-Kicker beharren auf der Möglichkeit, weiter individuelle Sponsorverträge abschließen zu können, auch wenn diese in Konkurrenz zu einem Teamsponsor stehen. Sie hatten dem Verband angeboten, den alten Vertrag noch einen Monat weiterlaufen zu lassen und die Verhandlungen zu vertagen, damit die Spiele gegen die Slowakei und Wales stattfinden können. Doch der Verband wollte sofort größere Änderungen vornehmen. Der Streit eskalierte!

EM-Ausschluss
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) kündigte an, die Disziplinarkommission einzuschalten. Ja, sogar der Ausschluss von der EURO droht, sollte Dänemark nicht antreten können. Deshalb musste der dänische Verband nun unter anderem auf Amateure und Hallen-Spieler zurückgreifen.

“Muss Spieler nach Namen fragen“ 
Auch Nationaltrainer Aage Hareide fungiert in der Slowakei nicht als Coach, weil sich der Verband dagegen ausgesprochen hat, dass er ein Team betreut, das er nicht selbst zusammengestellt hat. Ersatz Jensen hatte im EM-Finale 1992 gegen Deutschland (2:0) den Führungstreffer für Dänemark erzielt, sagt: „Ich musste praktisch bei Null anfangen und jeden Spieler nach seinem Namen und seiner Position fragen. Am Ende sehe ich aber nur Verlierer in diesem Konflikt, und am meisten verliert der dänische Fußball.“

Immerhin: Der Dänische Verband will die Slowaken für das Chaos rund um seine Nationalmannschaft finanziell entschädigen. Demnach soll eine Kompensation für die Einnahmeverluste beim Testspiel wegen der eigenen Not-Elf gezahlt werden. Wie hoch diese ausfällt wollen die Dänen am Freitag bekannt geben.

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