29.08.2018 11:05 |

Seltener Schuldspruch

Polizist wegen Mordes an Schwarzem (15) verurteilt

US-Polizist Roy Oliver ist am Dienstag von einer Geschworenenjury im Bundesstaat Texas des Mordes an einem erst 15 Jahre alten Schwarzen für schuldig befunden worden. Oliver schoss Ende April 2017 auf ein Auto voller Jugendlicher, die in einem Vorort von Dallas angeblich lautstark und alkoholisiert feierten, und traf dabei sein unbewaffnetes Opfer in den Kopf.

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Die Geschworenen hatten sich zwei Tage zu Beratungen zurückgezogen, bevor sie am Dienstag dem Gericht ihre Entscheidung mitteilten. Über die Höhe der Strafe müssen nun die Richter entscheiden. Den Verurteilten erwartet eine Strafe von bis zu 99 Jahren Gefängnis.

Erstmals seit 40 Jahren US-Cop wegen tödlicher Schüsse verurteilt
Bei der Entscheidung der Geschworenen handelt es sich um einen seltenen Schuldspruch gegen einen US-Polizisten. Der Fall ist einer von zahlreichen tödlichen Polizeieinsätzen gegen Afroamerikaner in den USA, die immer wieder für Empörung und Proteste sorgen. Oliver ist der erste Polizist seit mehr als 40 Jahren, der wegen der Abgabe tödlicher Schüsse im Dienst verurteilt wurde.

Bodycam-Videos brachten Wahrheit ans Tageslicht
Die Polizei hatte ursprünglich erklärt, Oliver habe in Balch Springs das Feuer eröffnet, weil das Auto mit den fünf Jugendlichen in aggressiver Weise rückwärts in seine Richtung gefahren sei. Nach Auswertung von Bodycam-Videos änderte die Behörde allerdings ihre Aussage: Das Auto habe sich entfernt, als der Jugendliche erschossen wurde.

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