Sturz aus Fenster:

Fliegengitter sind eine Gefahr für Kleinkinder

Einen fleißigen Schutzengel hatte Simon (4) aus Vorchdorf, als er am Montag aus viereinhalb Metern Höhe aus einem Fenster in Sierning stürzte! Der Kleine musste - wie berichtet - in kritischem Zustand ins Spital geflogen werden, ist jetzt aber über den Berg! Drei von zehn Fensterstürzen von Kindern enden tödlich.

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Das Fenster, aus dem Simon stürzte, war mit einem Insektenschutzgitter gesichert. Laut Peter Spitzer von der Organisation „Große schützen Kleine“ lassen sich Eltern von solchen Gittern oft täuschen: „Kinder können durch diesen Insektenschutz nicht rausschauen, darum lehnen sie sich - neugierig wie sie sind - dagegen und schon fliegen sie raus! Fliegengitter sind ein guter Schutz vor Fliegen, aber leider absolut nicht vorm Hinausfliegen!“

Gramastettnerin (2) stürzte Ende Juli durch Fliegengitter
Nicht nur dem kleinen Simon wurde ein solches Gitter zum Verhängnis, erst vor einem Monat lehnte sich ein zweijähriges Mädchen aus Gramastetten gegen einen solchen Insektenschutz und stürzte ab! Der Unfall passierte, weil sie aufs Fensterbrett ihres Kinderzimmers kletterte. Auch sie hatte glücklicherweise ein aufmerksames Schutzengerl, wurde beim Sturz aus 3,5 Metern auf den Betonboden nur leicht verletzt!

Keine Betten oder Schreibtische vor Fenster
„Um solche Unfälle und vor allem tote Kinder zu vermeiden, rate ich den Eltern, die Kinder immer im Auge zu behalten, in versperrbare Fenstergriffe zu investieren und keine Betten oder Schreibtische direkt vor Fenstern zu platzieren“, so Spitzer - siehe Interview.

Kinder stürzen leicht
65 bis 70 Prozent des Körpergewichts von Kleinkindern befinden sich oberhalb der Hüfte, aus diesem Grund können sie sehr leicht wo drüberstürzen. „Vor Fenstern dürfen einfach keine Aufstiegsstellen vorhanden sein“, raten Experten.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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