So, 23. September 2018

Nach Attacke gegen FPÖ

25.08.2018 15:50

„Verwahrlost“: Jetzt greift Ambros SPÖ frontal an

Wenige Wochen nachdem er sich in einem deutschen Zeitungsinterview mit dem Sager, dort gäbe es „viele braune Haufen“, mit der FPÖ angelegt hat, politisiert Austropop-Barde Wolfgang Ambros erneut. Diesmal wettert er allerdings gegen die SPÖ. In einem Zeitungsinterview fragt er: „Wie kann man so eine bedeutende Bewegung so herunterwirtschaften, sie spalten und aus ihr einen verwahrlosten Haufen machen?“

Der Sager, der SPÖ-Chef Christian Kern zweifellos nicht sonderlich erfreuen wird, fiel im Gespräch mit meinbezirk.at. Auf den Shitstorm aus der FPÖ angesprochen, den Ambros mit seinem „braune Haufen“-Sager erzeugt hat, antwortete dieser, dass er sich bei keiner politischen Kraft ein Blatt vor den Mund nehme.

„Hätten die mich zum Beispiel nach dem Zustand der SPÖ gefragt, hätte ich auch meine Meinung gesagt“, sagt der 66-Jährige.

„Die Wirtin meint, dass es der Umgang mit Faymann war“
Und wie lautet Ambros‘ Meinung zur SPÖ nun? „Wie kann man so eine bedeutende Bewegung so herunterwirtschaften, sie spalten und aus ihr einen verwahrlosten Haufen machen? Wer schuld ist, weiß ich nicht. Die Wirtin Gertrud meint, dass es der Umgang mit Faymann war. Die Frau versteht mehr von Politik als viele andere“, erzählt der Barde.

Generell habe ihn die heftige Reaktion auf seine Kritik an der FPÖ im vorigen Interview verblüfft. Den Umgang der Medien mit seinem „braune Haufen“-Sager kritisiert der Künstler. „Ich habe von niemandem gehört, dass ich einen Stuss geredet hätte“, berichtet Ambros aus seinem privaten Umfeld. „Alle grüßen freundlich, ich habe nicht den Eindruck, dass jemand böse auf mich ist. Ich werde aber noch mit Leuten reden, die FPÖ wählen, und fragen, ob ich noch deren Freund bin.“

FPÖ-Schimpftirade gegen Ambros
Zumindest in der FPÖ-Chefetage dürfte das nicht mehr der Fall sein, immerhin kamen vonseiten des Generalsekretärs Christian Hafenecker nach Ambros‘ Interview heftige Angriffe. Eine später eilig ausgesprochene Entschuldigung und das Angebot, ihn auf ein Gulasch und ein Seidl Bier einzuladen, schlug der Sänger wütend aus. Er kenne Hafenecker ja nicht einmal, so Ambros.

Pikantes Detail: Während Ambros mit seinem ersten Interview in rechten Kreisen Wut und Missgunst auf sich zog, erfreuten sich die Ansichten des Barden bei linken Oppositionellen großer Popularität. Sie sorgten sogar dafür, dass der Ambros-Klassiker „Schifoan“ wieder in den Charts ist.

Ob sie den Künstler nach seiner SPÖ-Kritik weiter so bejubeln wie in den letzten Wochen, muss sich nun zeigen.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.