Di, 11. Dezember 2018

Frontalangriff!

06.08.2018 10:28

Ambros: „Viele braune Haufen in der FPÖ“

Aufregung um Austropop-Star Wolfgang Ambros. Der österreichische „Es lebe der Zentralfriedhof“-Kultsänger erklärte in einem deutschen Zeitungsinterview, er sei sich sicher, es gebe „viele braune Haufen in der FPÖ“. Bundeskanzler Sebastian Kurz wirft der mittlerweile 66-Jährige vor, er lasse der „rechtsradikalen Truppe“ alles durchgehen.

In einem am Montag auf der Webseite der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichten Interview macht sich der 66-jährige Liedermacher Sorgen um Österreich. Jede Woche „gebe es einen kleinen oder größeren Hammer in Verbindung mit FPÖ-Personal“. Ambros nennt den „Skandal um das Burschenschafter-Liedbuch, in dem von Judenvergasungen die Rede war“.

„Braune Haufen“
Vizekanzler Heinz-Christian Strache glaube er „kein Wort“, wenn dieser beteuere, gegen Extremismus und Antisemitismus zu sein: „Ich bin mir sicher, dass es viele braune Haufen in der FPÖ gibt.“

Weil die Regierung die ganze Zeit nur über Ausländer rede, falle vielen Österreichern gar nicht auf, wohin die Reise gehe. Ambros: „Die Pläne dieser Regierung bekommen nicht nur die Flüchtlinge zu spüren, sondern bald auch ärmere Österreicher.“

Die im Gespräch mit der „Krone“ richtiggestellte Aussage von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein, von 150 Euro im Monat könne man leben, bezeichnet er als irrsinnig.

„Als die Regierung gebildet wurde, war abzusehen, dass die FPÖ sich auf jeder Ebene nicht staatstragend verhält. Nicht abzusehen war aber, dass unser Herr Bundeskanzler skandalöse Aussagen der FPÖ unkommentiert lässt. Der schweigt immer, wenn es unangenehm wird“, meint Ambros.

„Kurz lässt alles durchgehen“
Über Kurz sagt er außerdem: „Er ist halt jung, fesch und geschmeidig. Deshalb fällt das vielen Leuten nicht so auf. Mit Strache hat er den Mann fürs Grobe. Dem und seiner rechtsradikalen Truppe lässt Kurz einfach alles durchgehen. Von einem Kanzler erwarte ich, dass er auf den Tisch haut, wenn der Koalitionspartner sich daneben benimmt.“

Ambros ist nicht der erste Austropopper, der die österreichische Regierung kritisiert. Rainhard Fendrich hatte Sebastian Kurz 2017 vorgeworfen, seine Regierungsbildung sei eine Frechheit.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Champions League
Liverpool gewinnt Aufstiegs-Krimi gegen Napoli 1:0
Fußball International
Champions League
Schöpf schießt Schalke gegen Lok Moskau zum Sieg!
Fußball International
Bis auf Weiteres
Liga-Partie des FC Barcelona in Miami abgesagt
Fußball International
Bitteres Ende
Aus für Yaya Toure bei Olympiakos nach 3 Monaten!
Fußball International
Mädchenmord in Steyr
Saber A. soll schon in Afghanistan getötet haben
Oberösterreich
Mit Polizei gedroht
Ausweisfälscher zwang Saber A. zur Aufgabe
Oberösterreich
Juve ist (noch) besser
Red Bull Salzburg greift noch nach Europas Thron!
Fußball International
Bis Sommer 2021
Rapid: Sportchef Bickel vor Vertragsverlängerung
Fußball National
Auch Polizei besorgt
Stelzer: „Haben ein Problem mit jungen Afghanen“
Oberösterreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.