10.12.2009 08:37 |

Böse Erinnerungen

Air-France-Airbus entging nur knapp einer Katastrophe

Dieselbe Zone, derselbe Flugzeugtyp, eine ähnliche Zeit und dieselbe Fluggesellschaft: Wie erst jetzt bekannt wurde, ist rund sechs Monate nach dem rätselhaften Airbus-Absturz über dem Südatlantik, bei dem 228 Menschen starben, erneut eine Air-France-Maschine in schwere Turbulenzen geraten. Dabei entkam das Flugzeug offenbar nur knapp einer Katastrophe.

Wie die französische Tageszeitung "Le Figaro" berichtete, ging der neuerliche Zwischenfall im Südatlantik am 29. November allerdings glimpflich aus. Die Besatzung und die 203 Passagiere kamen wohlbehalten in Paris an. Air France bestätigte den Zwischenfall.

1.700 Meter an Flughöhe verloren
Nach Informationen der Zeitung verlor der Airbus A330 in kurzer Zeit rund 1.700 Meter an Flughöhe. In der Regel sei nur ein Sinkflug um 100 Meter vorgesehen, schreibt das Blatt. Ein Passagier habe berichtet, das Flugzeug sei seiner Einschätzung nach außer Kontrolle gewesen. Die Besatzung habe panisch gewirkt. Im Gegensatz zum Flug am 1. Juni sollen aber die Sonden zur Geschwindigkeitsmessung nicht vereist gewesen sein.

Das Pariser Amt für Unfallanalysen BEA kündigte an, den Airbus-Zwischenfall vom November genau untersuchen zu wollen. Es erhofft sich davon Anhaltspunkte für die Aufklärung der Katastrophe am Pfingstmontag. Ein Airbus A330-200 war damals auf dem Nachtflug von Rio nach Paris ebenfalls in einem Unwetter abgestürzt. Lediglich 51 der 228 Toten - unter ihnen eine Österreicherin - wurden bisher geborgen. Der Großteil des Wracks und die Flugschreiber wurden nicht gefunden.

Aufregung auch am Airport in Sao Paulo
Probleme hatte am Mittwoch auch eine Boeing 777-200 der Air France beim Landeanflug auf den internationalen Flughafen der brasilianischen Metropole Sao Paulo. Der Pilot der aus Paris kommenden Maschine bat um vorrangige Landerechte und nach Medienberichten zudem um die Bereitstellung von Feuerwehr- und Ärzteteams am Boden. Die Maschine landete aber planmäßig und ohne Probleme gegen 8 Uhr (Ortszeit). Air France sprach von einer "kleinen hydraulischen Panne". An Bord der Maschine waren 259 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder.

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