Mo, 24. September 2018

Gute Unterlage

13.08.2018 08:00

Beton & Co.: Das sind die aktuellen Boden-Trends!

Der richtige Boden ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor in den eigenen vier Wänden. Er soll nicht nur gut aussehen, sondern auch robust und langlebig sein. Die aktuellen Trends.

Es sind steinige Zeiten für so manchen Boden. Ob Naturstein oder Beton, Marmor oder Terrazzo - in den Wohnungen liegen uns schillernde Oberflächen zu Füßen. Das Ambiente eines Natursteinbodens versprüht zeitlose Eleganz. Aber auch Beton lässt sich in letzter Zeit immer öfter im Hausinneren blicken. Der Industrie-Stil ist nach wie vor groß in ModeBeton, und Sichtbeton kommt in allen möglichen Variationen zutage: als Material für Tischplatten, Lampenschirme, Spülbecken oder Fliesen. Kein Wunder, dass da auch Betonböden immer gefragter sind.

Industrie-Charme
Früher war Estrich nur zur Begradigung des Untergrunds im Einsatz, auf dem dann der eigentliche Bodenbelag verlegt wurde. Heute hat Estrich seinen eigenen Auftritt - und das völlig zu Recht. Das Material ist nicht nur schick anzusehen, Stichwort: Industrie-Optik, sondern in mehrerlei Hinsicht auch überaus praktisch. (Sicht-)Estrich geht eigentlich in allen Räumen und lässt sich in allen möglichen Farben und Glanzgraden realisieren.

Der Estrich wird in flüssiger Form auf den vorpräparierten Untergrund gegossen und härtet dann aus. Das ergibt einen strapazierfähigen Belag, der zugleich ein wenig Loft-Charakter verbreitet. Noch robuster sind so genannte „Industrie-Böden“, die immer öfter auch im Wohnbereich angewendet werden - vor allem in stark beanspruchten Räumen wie Keller, Gang oder Waschküche.

Weich & bunt
Zurück ins warme, weiche Wohnzimmer: Bei Teppichen sind Blau und Rot die Farben der Stunde. Ein Teppich in Wassertönen auf Naturholzboden - das passt richtig gut zusammen. Wobei unifarbene Teppiche derzeit eher die Ausnahme sind. Bunt ist angesagt und auf einem Einzelteppich dürfen auch mal zwei oder drei Farben um die Wette leuchten. Damit bildet der Teppich einen Kontrast zu einem einfarbigen, allzu neutralen Bodenbelag.

Nicht nur bunt geht es her, auch geometrische Muster sind aktuell gern gesehen: Quadrate, Rhomben, Dreiecke, Streifen, Wellen. Und groß darf er sein, der Einzelteppich. Ein großer Teppich vermag einem Raum Struktur zu verpassen, während kleine Exemplare manchmal etwas verloren wirken.

Holz natürlich!
Ebenso musterhaft präsentieren sich Holzböden. Wir finden nicht nur gängige Parkettmuster, sondern auch ausgefallene Legevarianten wie sechseckige Wabenstrukturen - Kacheln aus Holz, wenn man so will. Ohnehin ist Holz mit seiner natürlichen Struktur und Farbe in jedem Raum gut aufgehoben. Das wird sich vermutlich auch nie ändern. Ob Landhausdielen, Schiffsboden oder Fischgrät-Parkett: Mit einem Holzboden liegt man niemals falsch und längst gibt es auch Varianten, die das Geldbörsel nicht über Gebühr strapazieren.

„Fake News“
Das zeitlose Thema Holz wird auch von anderen Materialträgern aufgenommen. Daraus ergeben sich spannende, ganz neuartige Kombinationen. Das gute alte Fischgrätmuster findet sich gedruckt auf Kacheln oder Tapeten wieder, draußen vor der Balkontür erobern WPC-Dielen die Terrassen. Die sehen täuschend echt nach Holz aus, bestehen aber in Wirklichkeit aus einer Holzmehl-Kunststoff- Verbindung, farbbeständig und jahrzehntelang haltbar.

In den Innenräumen machen die Designer auch vor noch wilderen Kombinationen nicht halt: Ein Korkboden, der aussieht wie Estrich oder Laminat, das auf Linoleum macht. Die allerbesten Imitatoren aber sind Designböden aus Vinyl - sie haben von Holz über Stein bis hin zu Kachelmustern so ziemlich alles drauf.

Terrazzoböden
Terrazzoböden gibt es bereits seit der Antike. In der Gründerzeit und um die Jahrhundertwende war der strapazierbare Bodenbelag besonders weit verbreitet - nicht nur in Wohnbauten, sondern auch in öffentlichen Gebäuden wie Kirchen oder Bahnhöfen. Bis heute versprühen die gesprenkelten Terrazzo-Oberflächen schicken Retro-Charme. Die vielfältigen Kombinationen von Gestein und Farben machen jeden Boden zu einem Unikat. Technisch gesehen werden dabei Gesteinskörnungen mit Zement gebunden und auf einem entsprechenden Estrich aufgebracht. Der Terrazzoboden ist einigermaßen unverwüstlich, nur Frost überlebt er nicht immer schadenfrei. Weil es keine Fugen gibt (alles entsteht aus einem Guss), ist Terrazzo überaus pflegeleicht und eignet sich - wie alle Steinböden - gut für die Verlegung von Fußbodenheizungen.

Bambusparkett
Bambus ist streng genommen gar kein Holz, sondern verholztes Gras. Daraus lässt sich Parkettboden herstellen, der mit vielen Vorzügen punktet. Die aus Asien stammende Schilfpflanze gibt dank geringem Gewicht, hoher Zug-, Druck- und Biegefestigkeit, sowie enormer Oberflächenhärte einen Werkstoff ab, mit dem selbst Gerüste oder Tragekonstruktionen für Brücken gebaut werden. Bambusparkett gibt es in den verschiedensten Ausführungen: als Industrieparkett, Klickparkett, in Form von Landhausdielen etc., wobei die einzelnen Elemente oft aus hochdruckverleimten Lamellenstreifen (nicht dicker als 15 mm) bestehen. Wegen der hohen Strapazierfähigkeit sind Bambusböden auch für Kinderzimmer oder sogar Nassräume geeignet, bei Preisen im mittleren bis oberen Segment.

Nächste Woche: So finden Sie den passenden Bodenbelag für Ihr Zuhause!

Günther Kralicek, wohnkrone.at

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