29.04.2004 08:32 |

Ländermatch

Österreich gewinnt 4:1 gegen Luxemburg

Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft ist Mittwochabend als Favorit ins freundschaftliche Länderspiel gegangen und hat auch die fünfte Begegnung mit Luxemburg für sich entschieden. Doch abgesehen von 20 spielintensiven rot-weiß-roten Minuten - in denen die vier österreichischen Tore fielen – bot die Krankl-Elf zwischenzeitlich eine jämmerliche Vorstellung.
Begonnen hatte die Nationalelf stark: Schon in der 5. Spielminute fiel das 1:0 für die Rot-Weiß-Roten. Kirchler stand vor dem leeren Tor und verwertete einen klugen Pass von Wallner nach einem schwerwiegenden Tormann-Fehler auf Seiten Luxemburgs. Kaum vier Minuten später griff Kiesenebner an und holte das 2:0 für die in den ersten zehn Minuten klar spielführenden Österreicher. Der Neuling hatte schon im Vorfeld angekündigt: "Ich werde versuchen, diese Chance zu nutzen." Luxemburg hingegen hatte in der ganzen ersten Spielhälfte nur eine wirkliche Torchance - und die vermieste Goalie Mandl und wehrte den kräftigen aber unplatzierten Versuch auf einen Anschlusstreffer ab. Mit einer Führung von 2:0 ging es in die Pause.
 
In den ersten 30 Minuten der 2. Spielhälfte war von der Favoritenrolle der Österreicher nichts mehr zu merken. Die Krankl-Elf lieferte zwischenzeitlich eine jämmerliche Vorstellung, die nicht ungesühnt blieb: Huss verkürzte in der 63. Minute auf 2:1 - nach einem blamablen Fehler der Österreicher: Stranzl wollte per Kopf zu Schranz zurückgeben und präsentierte Huss den Ball auf dem Silbertablett. Schranz schaffte es zunächst zu klären, doch Huss legte nach. In der 86. Minute dann wieder ein lang ersehnter rot-weiß-roter Lichtblick: Haas baute den Vorsprung mit einem wuchtigen Kopfball auf 3:1 aus. Drei Minuten später trumpfte Kollmann auf und verwertete zum 4:1-Endstand.
 
Schwarz-weiß hat ausgedient
Zum freundschaftlichen Länderspiel liefen die Österreicher mit neu designten Dressen aufs Feld. Doch nicht nur die Trikots waren neu, sondern auch der Kapitän: Teamchef Hans Krankl nominierte Italien-Legionär Markus Schopp als Spielführer. Die eher langweilige schwarz-weiße Garnitur hat vorläufig ausgedient. Hans Krankl wird es freuen, schließlich werden Erinnerungen an die WM 1978 wach (Cordoba), als er in ähnlichem kleidungstechnischen Design zwei Tore beim legendären 3:2 gegen Deutschland erzielte. Schwarz-weiß wird nur noch auswärts getragen und das auch nur dann, wenn der Gastgeber selbst in Rot-weiß antritt.
 
Schopp als Kapitän
Markus Schopp führte die österreichische Auswahl aufs Feld, weil der eigentliche Kapitän, Rapid-Shootingstar Andreas Ivanschitz, nach wie vor an einer Verletzung laboriert. Der Italien-Legionär betrachtete seine Aufgabe als große Ehre: "Irgendwo im Hinterkopf habe ich es mir immer erträumt, einmal Kapitän der Nationalmannschaft zu sein. Das ist auch eine Belohnung für sehr lange, harte Arbeit."
 
Kiesenebner und Schranz neu im Team
Da es sich um ein Freundschaftsspiel handelte, es also quasi um nichts ging, brachte Hans Krankl in alter Manier neue Spieler zum Einsatz: So wurde unter anderem Torhüter Mandl in der Pause von Debütant Andreas Schranz ersetzt, Roland Linz begann gemeinsam mit Roman Wallner im Sturm und mit Kiesenebner lief ein weiterer Neuling aufs Feld.
 
 
Der Kader für das Luxemburg-Spiel
(Innsbrucker Tivoli Neu)
 
Tor:
Mandl (Sturm), Schranz (GAK)
 
Verteidigung: Dospel (Austria), Hiden (Rapid), Hieblinger (Kärnten), Standfest (GAK), Stranzl (1860 München)
 
Mittelfeld: Amerhauser (GAK), Cerny (1860 München), Dollinger (GAK), Kiesenebner (Superfund), Kirchler (Superfund), Kovacevic (Superfund), Schopp (Brescia)
 
Sturm: Kollmann (GAK), Wallner (Rapid), Linz (Admira), Haas (Sturm) Auf Abruf: Arzberger (Salzburg), Scharner (Salzburg)
 
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