Di, 21. August 2018

Für Salvini & Strache

31.07.2018 10:24

Grün-Politiker will in Mauthausen „Führer“ machen

Matteo Salvini, der Innenminister Italiens, erhielt am Sonntag von der FPÖ Oberösterreich eine Einladung zum Urlaub nach Wels, nachdem er zuvor von Lokalpolitikern der spanischen Insel Mallorca wegen seiner harten Linie in der Migrationspolitik zur „unerwünschten Person“ erklärt worden war. Am Montag nutzte der Grün-Politiker Michel Reimon dieses Angebot an Salvini zu einem äußerst geschmacklosen Vorschlag: Salvini solle mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Innenminister Herbert Kickl auch das Konzentrationslager Mauthausen besuchen. „Ich mache ihnen sogar den Führer“, twitterte Reimon.

„Ich begrüße die Einladung des italienischen Innenministers Salvini durch die FPÖ. Er soll nach Österreich kommen und gemeinsam mit BK Kurz, VK Strache und BMI Kickl einen Besuch in Mauthausen absolvieren“, heißt es in dem Tweet von Reimon, der sich als deren „Führer“ anbot. Die SPÖ und die Liste Pilz hatten die Einladung an den Rechtspolitiker ebenfalls scharf kritisiert. „Bei uns ist Salvini auch unerwünscht“, stellte etwa der Stadtparteichef der SPÖ Wels, Klaus Hoflehner, fest.

Salvini bedankt sich bei der FPÖ und sendet „Küsse nach Mallorca“
Salvini hat sich hingegen umgehend bei der oberösterreichischen FPÖ für die Einladung bedankt. „Ich danke den österreichischen Freunden“, so Salvini am Montag. Derzeit urlaubt der Chef der rechten Lega aber an der Adria und postete am Montag ein Selfie an Bord eines Bootes im Badeort Milano Marittima. „Meer, Sonne, Stille, Freunde, zwei Bier, Natur und einige Stunden relaxen. Es lebe das Fischen in Romagna. Küsse nach Mallorca“, teilte Salvini, der zuletzt auch mit einem Mussolini-Zitat für Aufsehen sorgte, mit.

Einladung „ausdrücklich nach Oberösterreich und Wels“
Die FPÖ Oberösterreich hatte den Italiener „ausdrücklich nach Oberösterreich und Wels“ eingeladen. In einer gemeinsamen Aussendung kritisieren der FPÖ-Landesparteichef Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner und der Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl die Entscheidung des Inselrats von Mallorca. Dieser Schritt sei „unangebracht und unverhältnismäßig“. Salvini habe „in Europa einen Nachdenkprozess in der Einwanderungspolitik bewirkt und mitgeholfen, einen ungeregelten Zuzug nach Europa zu verhindern“. Deswegen wollten die beiden mit der Einladung nach Oberösterreich einen „bewussten Kontrapunkt“ setzen.

„Ich würde mich freuen, wenn Innenminister Salvini meine oberösterreichische Heimat besucht“, meinte Haimbuchner. Rabl pries die Vorzüge der Messestadt Wels: „Ob beim traditionellen Welser Volksfest oder als Radfahrer in der Rennradregion Wels, die Einladung steht.“ Ob Salvini das Angebot annimmt, ist noch offen.

 krone.at
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