Sa, 18. August 2018

Nach Alko-Unfall:

24.07.2018 09:19

Großes Bedauern und viele Tränen vor dem Richter

Alkoholisiert und mit überhöhter Geschwindigkeit verursachte ein 22-jähriger Tiroler im vergangenen März einen Unfall auf der A12. Eine Frau wurde verletzt. Am Montag musste er sich wegen fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht verantworten.

„Ja, das stimmt so alles“, räumte der Angeklagte am Montag gleich zu Prozessbeginn ein. „Ich bekenne mich schuldig. Mir tut alles so unfassbar leid.“ Dicke Krokodilstränen untermauerten die Worte des 22-Jährigen.

Fahrzeug abgeschossen
Was war geschehen? Nach etwa „drei oder vier Bier“, wie der Angeklagte selbst angab, stieg er im vergangenen März in sein Auto, um zu seiner Freundin zu fahren. Dabei drückte er allerdings zu sehr aufs Gaspedal - und verursachte einen Unfall. „Sie haben das vor Ihnen fahrende Fahrzeug quasi abgeschossen“, benannte der Richter die Situation.

Frau verletzt
Nach einem ersten riskanten Überholmanöver, das nach Schilderungen einer Zeugin gerade noch gut ausgegangen war, fuhr der Angeklagte mit überhöhter Geschwindigkeit auf einen anderen Pkw auf. „Das Auto überschlug sich und schlitterte am Dach liegend über die Autobahn. Es ist ein Wunder, dass der Lenkerin nicht mehr passiert ist“, schilderte die Staatsanwältin. Die junge Frau kam mit einem Schleudertrauma davon, ist allerdings aufgrund anhaltender Schmerzen bis heute in Behandlung.

Entschuldigung angenommen
Der Richter ließ Milde walten: 2400 Euro Geldstrafe, davon die Hälfte bedingt, lautete das Urteil. Der Angeklagte nahm sofort an. Für das Opfer gab es eine Umarmung - und eine weitere, aufrichtige Entschuldigung. 

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter

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