Di, 23. Oktober 2018

62-Jähriger vermisst:

09.07.2018 08:00

Gletscher „verschluckte“ Alpinisten am Dachstein

Vom Erdboden, besser vom Gletscher, verschluckt scheint ein 62-jähriger Tscheche, der bei Nebel alleine den Gosau-Gletscher bewältigen wollte. Er kam am Abend nicht zur Hütte zurück - heute, Montag, startet schon den zweiten Tag einer großangelegten Suchaktion. Doch die Helfer haben wenig Hoffnung, den Alpinisten noch lebendig zu finden.

Der erfahrene Bergsteiger hatte sich am Samstag von seinen Kameraden, einer zehnköpfigen Gruppe, getrennt, nachdem man gemeinsam von der Adamek-Hütte aufgebrochen war. Zuerst schloss er sich einem schnell gehenden Quartett an, führte es sogar eine Weile, ehe er im Nebel offensichtlich vom Weg abkam und Richtung „Untere Windluke“ ging. Die vier anderen Bergsteiger bogen schließlich wieder nach links ab und kamen auch am Gipfel an.

Gerne alleine unterwegs
Dort trafen sie die anderen Kameraden des Tschechen, doch vom 62-Jährigen fehlte jede Spur. Da machte sich noch niemand Sorgen, weil der Tscheche als „alpiner Freigeist“ gilt, gerne alleine unterwegs ist und auch gut ausgerüstet war. Als er am Abend aber noch immer nicht zur Hütte zurückgekehrt war, schlugen die Freunde Alarm.

Suche abgebrochen
Eine Suchaktion am Sonntag war wegen starken Nebels für den Polizeihubschrauber aussichtslos, die Helfer am Boden kämpften mit starkem Wind, Nebel und starkem Regen. Um 15.30 Uhr musste die Suche aufgegeben werden. Heute, Montag, geht´s wieder hinauf auf den Dachstein, um den Vermissten zu finden.

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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