So, 23. September 2018

Nach fünftem Platz

01.07.2018 14:43

Weißhaidinger: „Geld ist die höchste Motivation!“

Noch drei Wettkämpfe bestreitet Lukas Weißhaidinger vor den Europameisterschaften in Berlin, wo er im Diskus-Finale am 8. August „vorne angreifen“ will. 67 Meter, schätzt der Olympia-Sechste, können für eine Medaille reichen. Eine Weite, die er drauf hat. Nach der EM steigt das Finale der Diamond League in Brüssel, wofür er sich in Paris am Samstag qualifiziert hat. Da kassiert der Sieger 50.000 Dollar. Luki redet nicht um den heißen Brei herum: „Das Geld ist die höchste Motivation!“ 

Die Offenheit des 26-Jährigen tut gut. Schließlich braucht er jeden Euro, mit der Leichtathletik kann er derzeit kaum etwas verdienen, obwohl er als Vollprofi verdammt hart schuftet. So hat er auch für seine Wohnung in Wien im Vorjahr einen fetten Kredit aufnehmen müssen. Da kann er froh sein, beim großen Zahltag der Leichtathletik-Königsklasse am 31. August dabei zu sein. In jeder Disziplin geht es da um eine Gesamtdotation von 100.000 Dollar, der Sieger streift 50.000 Dollar ein, der Zweite bekommt 20.000, der Dritte 10.000 Dollar, für den Achten und Letzten des Finals gibt es ein Trostpflaster von 2.000 Dollar.

Auch sein Trainer Gregor Högler spricht Klartext: „Wir müssen in Österreich davon wegkommen, dass wir im Sport alles nur aus Freude machen. Professionalität ist das Wichtigste, und da geht es natürlich auch ums Geld. Dementsprechend wollen wir verdienen!“ Beim Finale in Brüssel ist alles möglich! „Die Karten werden neu gemischt“, sagt Weißhaidinger. Die Punkte aus der Qualifikation (er kam mit 10 Zählern als Sechster ins Finale) werden nicht übernommen. Nur das Ergebnis am 31. August zählt.

„Mal schauen, wer am Schluss noch gut drauf ist!“ Auch der Kopf, so Luki, müsse noch „aggressiv“ sein - für weite Würfe. Högler glaubt, dass Luki, der viel Kraftarbeit macht, am Saisonende gut dastehen wird: „Er hat noch viel Potenzial!“ Natürlich auch für die EM in Berlin! Aus dem Training heraus startet Weißhaidinger am 18. Juli in Bellinzona und am 21. Juli bei den Staatsmeisterschaften in Klagenfurt, am 28. Juli, kurz vor der EM, in Andorf muss dann die Form schon da sein. Jene Form, um im Olympiastadion um eine Medaille mitkämpfen zu können.

Lukas wieder schmerzfrei
Das Wichtigste nach Paris, wo Weißhaidinger mit 64,44 m als Fünfter souverän ins Finale der Diamond League kam, ist, dass er wieder schmerzfrei ist. Die Probleme im linken Knöchel sind so weit abgeklungen, dass er jetzt wieder im Training „normal viele“ Drehwürfe machen kann. Högler: „Kraft hat Luki schon genug, jetzt fehlt noch das Gefühl.“

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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