Rasende Wasserwand

Windsurfer Michi Schweiger ritt auf einer 14-m-Welle

Sport
25.11.2009 10:46
Was Normalsterblichen nur Angst und Schrecken einjagt, war für Michi Schweiger die Erfüllung eines Traums: Eine 14 Meter hohe rasende Wand aus Wasser im Rücken zu haben und sie als Windsurfer zu bezwingen. Dieses Kunststück gelang dem gebürtigen Burgenländer, der als rechte Hand von Windsurflegende Robby Naish gilt, vor Maui, Hawaii. "Schon seit Jahren war das ein Wunschtraum von mir", erzählte Schweiger.

"Allerdings hat es nie so richtig geklappt." Zu viele Faktoren müssten zusammenpassen, damit die Monsterwellen an dem weltweit bekannten Break überhaupt brechen. Und für Windsurfer braucht es dann eben auch noch Wind. Seit neun Jahren lebt Schweiger mit Frau Julia, die als Fotografin und Grafikerin ebenfalls bei Naish arbeitet, auf Maui. Jetzt ist es dem ehemals besten Freestyle-Trickser vom Gardasee endlich gelungen.

Angst hatte der Windsurfer nicht, Respekt schon: "Man muss um einen zweiten Peak (Wellengipfel) herumkommen, sonst schaut es schlecht aus." Schlecht, das heißt: Eine hufeisenförmige Wasserwand bricht über den Surfer herein, er wird mehrere Meter unter Wasser gedrückt und hat vielleicht nur wenige Sekunden zum Luftschnappen, bis die nächste Welle kommt.

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