Mo, 19. November 2018

Sank vor 100 Jahren

07.06.2018 14:55

Spektakulärer Tauchgang zur „Szent István“

Am kommenden Sonntag jährt sich zum 100. Mal der Untergang des seinerzeit mächtigsten Schlachtschiffes der k. u. k Monarchie. Das Wrack der „Szent István“ liegt vor der Küste der kroatischen Insel Premuda in 66 Metern Tiefe. Genau dorthin haben sich jetzt Archäologen und Taucher des Bundesheeres begeben.

Eine Aneinanderreihung militärischer Fehlentscheidungen machte das modernste Schiff der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine zur leichten Beute. Ein kleines italienisches Torpedoboot versetzte der „Szent István“ im Schutze der Dunkelheit zwei Treffer - am 10. Juni 1918 sank das Schiff auf den Grund der Adria.

Wrack liegt vor kroatischer Insel Premuda 
Das Wrack liegt 13 Kilometer vor Premuda in knapp 70 Metern Tiefe - und ist gleichzeitig das Grab von Hunderten Soldaten. Zum 100. Jahrestag der Katastrophe machten sich Spezialtaucher des österreichischen Bundesheeres nach Kroatien auf, um ihren gefallenen Kameraden die letzte Ehre zu erweisen.

„Es herrscht ein unglaublicher Fischreichtum da unten. Es ist interessant zu sehen, was aus Zerstörung geboren wurde“, erzählt einer der Taucher, „und es ist ein bewegender Augenblick, wenn man weiß, dass dort unten jemand umgekommen ist in diesem Schiff.“ Es handelt sich um das größte Schiffswrack der Adria. Und: Ein Begleitschiff der „Szent István“ hielt die tragischen Stunden des Untergangs filmisch fest.

Schiff wurde beim ersten Kriegseinsatz versenkt
60 Millionen Kronen investierte die k. u. k. Marine in den Bau der „Szent István“ (benannt nach dem Nationalheiligen Ungarns, dem heiligen Stephan). Mit 160 Metern Länge und 30 Metern Breite war es das modernste und mächtigste Kriegsschiff der Monarchie. Mehr als 50 Kanonen und vier Torpedo-Rohre sowie 1000 Mann Besatzung sollten die Feinde erzittern lassen. Doch schon bei seinem ersten echten Kriegseinsatz wurde das Schiff (Tegetthoff-Klasse) versenkt - an diesem verhängnisvollen 10. Juni 1918.

ServusTV zeigt am Donnerstag und am Freitag eine zweiteilige Reportage über das Wrack der „Szent István“ - jeweils ab 18.10 Uhr in „Servus am Abend“.

Oliver Papacek, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Strömender Regen
Kongo: Fußballspiel wird zum Wasserballmatch!
Fußball International
Entspannt urlauben
Mit NOVASOL zum perfekten Ferienhaus!
Reisen & Urlaub
Ex-Star angeklagt
England-Legende Gascoigne: Frau im Zug begrapscht
Fußball International
Dauerläufer, Topscorer
ÖFB-Bilanz: Arnautovic war Fodas Musterschüler
Fußball International
Belgien gedemütigt
„Weltklasse! Wahnsinn!“ Schweiz feiert 5:2-Gala
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.