Fr, 21. September 2018

Österreich auf Platz 3

06.06.2018 09:58

Weniger Frieden, mehr Kriegstote, mehr Flüchtlinge

Spannungen, Konflikte und Krisen haben 2017 laut einer aktuellen Studie zum vierten Mal in Folge zu einem weltweiten Rückgang des Friedensniveaus geführt. Dieser Umstand begünstige auch die Migration, heißt es im Global Peace Index.

In 91 der insgesamt 163 untersuchten Länder hat sich die Lage verschlechtert, nur in 71 Ländern wurde es friedlicher. Zu der Verschlechterung im letzten Jahr trugen vor allem die Eskalationen bei internen und zwischenstaatlichen bewaffneten Konflikten, wachsender politischer Terror und ein vermindertes Engagement für UN-Friedensmissionen bei.

Zahl der Flüchtlinge auf Rekordhoch
Dadurch stieg auch die Zahl der Geflüchteten, wodurch Flüchtlinge erstmals in der Geschichte der Neuzeit einen Prozent der Weltbevölkerung ausmachen. Die Zahl der Kriegstoten stieg von 2006 bis 2016 um 264 Prozent.

Österreich auf Platz drei der friedlichsten Länder
Die am wenigsten friedlichen Länder sind laut dem Global Peace Index Syrien, Afghanistan, Südsudan, der Irak und Somalia. Die friedfertigsten sind Island, Neuseeland, Österreich, Portugal und Dänemark.

Europa ist die friedlichste Region der Welt
Obwohl Europa seine Position als friedlichste Region der Welt beibehalten konnte, hat sich die Lage wieder einmal verschlechtert. 23 der 36 Länder wiesen im letzten Jahr eine Verschlechterung in Bezug auf Friedfertigkeit auf, die in erster Linie „das Ergebnis zunehmender politischer Spannungen und sich verschlechternder Beziehungen zwischen den Ländern“ ist.

Spanien unter den stärksten Absteigern
Zum ersten Mal in der Geschichte des Index ist ein westeuropäisches Land unter den fünf stärksten Absteigern - Spanien fiel aufgrund innenpolitischer Spannungen und zunehmender Terrorismusauswirkung um zehn Plätze auf Platz 30 zurück.

Im vergangenen Jahrzehnt haben sich, bedingt durch höhere politische Instabilität, wachsende Auswirkungen des Terrorismus und einer als verstärkt wahrgenommenen Kriminalität 61 Prozent der Länder in Europa rückläufig entwickelt. Auch keines der nordischen Länder kann ein im Vergleich zu 2008 höheres Friedensniveau verzeichnen.

Friede bringt wirtschaftliche Vorteile
Der diesjährige Bericht stellt ferner fest, dass sehr friedliche Länder auch erhebliche wirtschaftliche Vorteile gegenüber den am wenigsten friedvollen Ländern haben: Die Inflationsraten sind in Volkswirtschaften mit niedrigem Friedensniveau fast dreimal höher, die Zinssätze mehr als doppelt so hoch, die ausländischen Direktinvestitionen liegen bei knapp der Hälfte.

Der Global Peace Index
Der Global Peace Index ist die global führende Bemessungsgrundlage der Friedlichkeit von Ländern auf der ganzen Welt. Der Report erfasst 99,7 Prozent der Weltbevölkerung und verwendet 23 Indikatoren zur Erstellung des Index. Diese Indikatoren sind in drei Schlüsselbereiche unterteilt: ,andauernde Konflikte‘, ,Sicherheit und Schutz‘ und ,Militarisierung‘. Erstellt wird der Bericht vom Institute for Economics and Peace.

 krone.at
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