Als Olympia-Generalprobe für Athen wurde der London-Marathon angesichts des hochkarätigen Starterfeldes bezeichnet. Am Ende jedoch siegte ein Mann, der gar nicht für Olympia nominiert ist: Evans Rutto. Der 26-jährige Kenianer stürmte am Sonntag in der Weltklassezeit von 2:06:18 Stunden ins Ziel am Buckingham Palast.
Er markierte damit zugleich eine Jahresweltbestzeitbei dem Frühjahrs-Marathon mit rund 33.000 Startern. BeiRegen und Wind lief Sammy Korir als Zweiter 2:06:48 Stunden. Erwird für Kenia in Athen starten. Dritter wurde Marokkos Marathon-WeltmeisterJaouad Gharib in 2:07:02.
Kenianischer Erfolg auch bei den Frauen Auch bei den Frauen gab es einen kenianischen Erfolgauf der klassischen 42,195-km-Strecke: Margaret Okayo lief in2:22:35 Stunden ebenfalls Jahresweltbestzeit. Mit großemVorsprung siegte sie vor der Russin Ludmila Petrowa (2:26:01)und der Rumänin Constantina Tomescu- Dita (2:26:56).
Über eine Million Zuschauer Rund eine Million Zuschauer verfolgten den Klassikeran der Themse. "Es ist ein tolles Gefühl, den London-Marathongewonnen zu haben. Ich ging davon aus, dass ich stärker alsSammy Korir sein würde", erklärte Evans Rutto und fügtehinzu: "Nur der Regen hat mich gestört."
Mit blutenden Knien ins Ziel Allerdings hatte er noch mit einem anderen Handicapzu kämpfen: Bei Kilometer 35 rutschte Rutto in einer engenKurve auf dem spiegelglatten Asphalt aus und knallte aufs Straßenpflaster.Dabei riss er den neben ihm laufenden Sammy Korir mit auf denBoden. Auch der drittplatzierte Marokkaner Gharib schlug an dieserStelle mit voller Wucht auf das Pflaster. Mit blutigen Knien liefRutto weiter - bis zum Sieg, für den er sich inklusive Zeitprämien105.000 Dollar verdiente.
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.