Sa, 18. August 2018

„Nicht zu erkennen“

01.06.2018 12:57

Vermisste Raubtiere waren nie ausgebrochen

Gefährliche Wildtiere seien aus einem Zoo in Deutschland ausgebrochen - diese Eilmeldung sorgte am Freitagnachmittag für Wirbel. Es handle sich um einen Bären, zwei Tiger, zwei Löwen und einen Jaguar, sagte ein zuständiger Sprecher. Der Bär sei bereits nach kurzer Zeit gefunden und erschossen worden, nach den übrigen Tieren wurde mit einem Großaufgebot gesucht. Anrainer wurden von der Polizei aufgefordert, ihre Wohnungen aus Sicherheitsgründen nicht zu verlassen. Am frühen Nachmittag dann die Entwarnung: Die Tiere waren nie ausgebrochen! Man habe sie allerdings aufgrund der Folgen eines Unwetters nicht sehen können. Erst mit einer Video-Drohne konnte man die Tiere aufspüren.

Über der Eifel im Bundesland Nordrhein-Westfalen hatte ein Unwetter getobt, das in einigen Gegenden für Schäden gesorgt hatte - auch bei den Gehegen im Zoo von Lünebach, wodurch die Tiere entlaufen hätten können, so die Polizei.

Nach dem vermeintlichen Ausbruch des gefährlichen Sextetts wurden die Menschen in der Nähe zunächst dazu aufgerufen, Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen und bei Sichtung der Tiere die Polizei anzurufen.

Bär musste sterben
Wie sich allerdings später herausstellte, sollen die Raubtiere bis auf den Bären doch nicht aus ihren Gehegen entkommen sein. Man habe sie aufgrund der Überschwemmungen lediglich nicht erkennen können. Zäune waren außerdem unterspült worden - man dachte, die Tiere seien weg. Ein Bär entkam tatsächlich, schaffte es aber nicht weit: Er wurde außerhalb seines Geheges auf einem Weg innerhalb des Zoos erschossen.

An der Suchaktion waren unter anderem Kräfte von Feuerwehr und Polizei sowie Tierärzte beteiligt. 

Der Eifelzoo in Lünebach liegt im Westen von Rheinland-Pfalz, etwa 50 Kilometer Luftlinie nördlich von Trier. Der Zoo wirbt auf seiner Homepage mit den Raubkatzen als Attraktion. Insgesamt leben demzufolge rund 60 exotische und einheimische Tierarten auf dem etwa 30 Hektar großen Gelände. Darunter sind Sibirische Tiger und Afrikanische Löwen. Der 1972 eröffnete Zoo ist ein privater Betrieb und befindet sich in Familienhand.

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