Sepp Forcher

Nach 200 Sendungen ist Schluss!

Steiermark
31.05.2018 12:00

Wie macht das der Mann? Unglaubliche 88 Jahre wird er im Dezember - und ist noch fit wie ein Turn- oder besser Wanderschuh. Sein Wissen beeindruckt, sein Optimismus steckt an, seine Lebensweisheiten haben ewige Gültigkeit. Ja, dieser Sepp Forcher ist eine lebende Fernsehlegende. Die „Krone“ hat ihn in Graz getroffen.

Während andere Moderatoren kommen und gehen und selbst jahrzehntelange Quotendampfer wie „Wetten, dass...?“ oder der „Musikantenstadl“ untergingen, gibt’s sein „Klingendes Österreich“ noch immer. Und versammelt viermal im Jahr gut eine halbe Million junger und alter Volksmusikfreunde vor dem Bildschirm.

Ist es die Authentizität der Sendung, die ihre Faszination ausmacht? Sind’s die schönen Landschaften, die uns der Forcher zeigt? Oder hören wir einfach gerne die „echte“ Volksmusik? Vermutlich ist es eine gute Mischung aus all dem, die das „Klingende“ zu einer der am längsten laufenden Serien der Welt machen.

„20 Minuten widmen wir uns der Landschaft und Kultur, unterstützt werden diese Aufnahmen durch Perspektiven aus der Luft, weitere 20 Minuten gehören den Musikgruppen, und das letzte Drittel gehört Sepp Forcher selbst, der sich mit seiner unverwechselbaren Persönlichkeit einbringt“, hat Regisseurin Elisabeth Eisner ihr Erfolgsrezept parat. Hatten die Verantwortlichen beim Start 1986 mit sechs Folgen gerechnet, hält man mittlerweile bei 193!

Und der Salzburger macht’s noch immer gerne und mit einer Professionalität, die verblüfft. Gestern kam er zum Nachvertonen seines jüngsten Streiches „An den Grenzen“ ins Grazer ORF-Landesstudio, wo der Quotenrenner produziert wird - und die „Krone“ durfte dem beliebten Fernseh-Wanderer über die Schultern schauen.

Wie schon so oft war der Mann mit weißem Bart in der Steiermark unterwegs, stapfte auf die Riegersburg, die einstige Grenzwächterin gegen die Stürme aus dem Osten, und stattete auch dem traditionsreichen Bad Gleichenberg einen Besuch ab. Danach schaute er von Mogersdorf nach Ungarn hinüber und genoss zum Abschluss im schönen Burgenland ein Achterl guten Weins.

„Ich sag’ immer, die letzte Sendung war die beste, darum ist diese meine beste“, schmunzelt die TV-Ikone beim Gespräch mit der „Krone“ gestern Nachmittag im ORF-Landesstudio nach getaner Arbeit. Die Steiermark ist für ihn eines seiner liebsten Ausflugsziele (siehe Bildstreifen links): „Mich fasziniert etwa die Weltmaschine vom Franz Gsellmann, ich möcht’ mir noch einmal anschauen, ob die noch funktioniert“, hat Forcher noch einiges vor.

Denn er ist ein Junggebliebener mit unglaublicher geistiger und körperlicher Fitness - was er so freilich nicht stehen lassen möchte: „Ich bin weder jung noch fit, aber diszipliniert: Pünktlichkeit ist mir wichtig.“

Dass sein Musikformat zum Dauerbrenner wurde, verdanke man nicht nur ihm, sondern seinem gesamten Team und der „speziellen Rezeptur“: „Das ist wie beim Brotmachen - wenn ich Schokolade reinmische, ist’s kein Brot mehr. Und so ist’s auch beim ,Klingenden Österreich‘: Das Model muss stimmen.“

Wie lange wird er uns Österreich noch von seinen schönsten Seiten zeigen? „200 Sendungen möcht’ ich schon noch machen - aber in meinem 90. Lebensjahr ist endgültig Schluss!“ Ja, der Sepp wird uns fehlen...

Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger
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