13.11.2009 16:28 |

Bilanz durchwachsen

Obsternte fiel heuer nur bei Äpfeln und Birnen üppiger aus

Ein deutliches Plus bei Äpfeln und Birnen, aber eine schwächere Ernte bei fast allen anderen Obstsorten: Die Bilanz für 2009 fällt im steirischen Erwerbsobstbau durchwachsen aus. Schuld daran sind in erster Linie die Wetterkapriolen (heftige Unwetter und viel Niederschlag) im Frühjahr und Sommer des heurigen Jahres.

Die Daten aus allen neun Bundesländern wurden von der Statistik Austria zusammengetragen. Österreichweit wurde eine Rekordernte bei Marillen erzielt. Auch die Apfelbauern durften jubeln: Es war die beste Ernte der vergangenen zehn Jahre. Der Löwenanteil stammt aus der Steiermark, dem Apfelland schlechthin. Unterm Strich wurden knapp 25.000 Tonnen mehr vom wichtigsten steirischen Obst produziert als im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von 15,3 Prozent - bei gleichbleibender Anbaufläche!

Eine leichte Ertragssteigerung gab es auch bei den steirischen Birnen (plus 1,7 Prozent). Allerdings: Bei allen anderen Obstsorten konnte die heurige Ernte in der weiß-grünen Mark mit dem Vorjahr nicht mithalten.

Eklatanter Ribisel-Rückgang
Besonders eklatant war der Rückgang bei den Roten und Weißen Ribiseln: 2009 wurde mit 270 Tonnen nicht einmal die Hälfte der Ernte von 2008 (595 Tonnen) eingefahren - bei gleichbleibender Anbaufläche. Ebenso schmerzhafte Einbußen gab es bei Erdbeeren (minus 49,3 Prozent), Marillen (minus 42,2 Prozent), Schwarzen Ribiseln (minus 40,6 Prozent) und Kirschen (minus 25,0 Prozent). Geringere Rückgänge verzeichneten die Statistiker bei Zwetschken, Weichseln, Holunder und Pfirsichen.

Motto vieler Obstbauern für 2010: Stoßgebete an den Wettergott schicken...

von Jakob Traby, "Steirerkrone"

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