Sa, 15. Dezember 2018

Spritvergleich zeigt

18.05.2018 13:53

Murau hat billigen Diesel und teuren Super

Voller Tank, leere Brieftaschen! Vielen steirischen Autofahrern ist es natürlich längst aufgefallen, die Marktforschungsabteilung der Arbeiterkammer belegte es nun mit Zahlen. Der Benzinpreis steigt und steigt, hat im Jahresvergleich (März 2017) gleich um 6,1 (Eurosuper) sowie 7,4 Prozent (Diesel) angeschoben.

236 Tankstellen wurden im Rahmen des Spritpreismonitorings unter die Lupe genommen - und einmal mehr ist klar ersichtlich, dass es regional große Unterschiede gibt. Kommt man in Graz (1,206 Euro), Graz-Umgebung und Voitsberg mit (1,211 Euro ) für einen Liter Eurosuper im Durchschnitt noch recht günstig davon, so muss man im Bezirk Murau (1,324) schon sehr tief ins Börserl greifen - ein Preisunterschied von 16,2 Prozent.

Beim Diesel ist das Preisband mehr als doppelt so hoch: 1,087 Euro legt man dafür in Murau auf den Tisch, in Leibnitz stolze 1,479 Euro. Und gerade jetzt zu Pfingsten gilt: Autobahntankstellen sollten unbedingt gemieden werden, da hier im Schnitt um die 16 Prozent mehr pro Spritart verlangt werden.

„Tankbares“ Bundesland

Den Steirern tun die Erhöhungen weh, ist man laut VCÖ (Verkehrsclub Österreich) doch ein „tankbares“ Bundesland. Pro Jahr werden im Schnitt von jedem Autofahrer 810 Liter in den fahrbaren Untersatz gepumpt, die Anzahl der genutzten Autos ist seit 2010 um 104.000 auf nunmehr 676.000 gestiegen. Zugenommen haben in den Haushalten vor allem die Zweitautos.  Die für diese Autos getankte Spritmenge ist von 531 auf 549 Millionen Liter geringfügig gestiegen.

"Auf den ersten Blick schaut es so aus, als würden die einzelnen Autos deutlich weniger Sprit verbrauchen. Doch in Wirklichkeit ist der Rückgang darauf zurückzuführen, dass pro Auto weniger gefahren wird, weil vor allem die Zahl der Zweitautos stark zugenommen hat“, weist VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen auf die Detaildaten hin. Während im Jahr 2010 ein steirisches Auto im Schnitt rund 13.200 Kilometer gefahren wurde, sind es nun nur mehr rund 12.600 Kilometer pro Pkw.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch

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