"Viele Steirer mit Handicap und ihre Angehörigen sind über ihre Ansprüche nicht ausreichend informiert und wähnen sich oft in einer ausweglosen Situation", weiß Dr. Wolfgang Sellitsch, der gemeinsam mit einem Team von Juristen die Rechtsberatungsstellen der Lebenshilfe aufgebaut hat.
4.000 Betroffenen konnte so bislang geholfen werden, 8.000 Beratungsgespräche wurden in den vergangenen Jahren abgewickelt. Sellitsch: "Wir geben Familien kostenlose Unterstützung." (Informationen gibt es unter der Telefonnummer 0650/81 25 754 oder bei der Lebenshilfe-Beratung in der C.-v.-Hötzendorfstraße 37a in Graz.)
Alte Forderungen, neuer Versuch
Generell wird die Frage der Pflege immer brisanter. Unsummen steckt das Land in den Pflegebereich, und es wird von Jahr zu Jahr mehr – schließlich ist die Überalterung der Bevölkerung eine unleugbare Tatsache. Wie es um die Zukunft des Pflegebereichs bestellt ist, wurde am Mittwoch in Graz – im Beisein von Vertretern der Geriatrischen Gesundheitszentren und steirischen Pflegedirektoren – diskutiert.
Mehr Geld und Bildung für Pfleger
So wird unter anderem gefordert, den Berufsstand der Pflege zu akademisieren und Aufstiegsmöglichkeiten zu schaffen, um die Attraktivität zu steigern. Der Bedarf an Pflegern steigt, die Zahl der Bewerbungen geht aber zurück. Dringend erforderlich sei auch eine Qualitätssicherung und -verbesserung, was aber ein leistungsbezogenes Gehalt voraussetzen würde.
"Die derzeitige Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege gehört unbedingt überarbeitet", so Pflegedirektorin Waltraud Haas-Wippel (Gesundheitszentren).
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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