Mi, 17. Oktober 2018

Folgt Kaske nach

27.04.2018 12:30

Renate Anderl neue Präsidentin der Arbeiterkammer

Renate Anderl ist neue Präsidentin der Arbeiterkammer. Die 55-Jährige wurde am Freitag von der Hauptversammlung der AK mit 94,9 Prozent der Stimmen zur Nachfolgerin von Rudolf Kaske gewählt, der in den Ruhestand tritt. Direkt im Anschluss wurde Anderl von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) angelobt.

In ihrer Antrittsrede forderte Anderl, dass man der Arbeiterkammer mit Anstand und auf Augenhöhe begegnet: „Ich will, dass man nicht über uns, sondern mit uns spricht.“ Hartinger-Klein erklärte, man werde nicht immer einer Meinung sein, es gehe aber um das Wohl des Staates und der Arbeitnehmer. Das funktioniere nicht gegeneinander, daher biete sie ein Miteinander an.

In Stellung brachte sich Anderl bereits, was einige Regierungsvorhaben betrifft. Eine Einschränkung der Mitbestimmung in der Sozialversicherung wird von ihr ebenso abgelehnt wie die Etablierung eines Hartz-IV-ähnlichen Modells. Den Reformauftrag der Regierung, die indirekt angedroht hatte, der AK die Mittel zu kürzen, wenn sie nicht von sich aus die Arbeitnehmer bei deren Beiträgen entlastet, nahm Anderl an - allerdings derart, dass man nach der Befragung der Mitglieder deren Anliegen umsetzen wolle.

Anderl war seit 2014 Frauenchefin und Vizepräsidentin des ÖGB, ein Jahr später wurde sie Mitglied des Bundesrates. In der Wiener Kammer war sie bereits seit 2008 Kammerrätin und von 2013 bis 2014 Vizepräsidentin. Seit 2013 ist Anderl Mitglied im Vorstand der AK Wien sowie der Bundesarbeitskammer.

Kaske verabschiedete sich am Donnerstag nach gut fünf Jahren an der Spitze der Arbeitnehmervertretung. Schon im November 2017 hatte er angekündigt, sich in den Ruhestand zurückzuziehen. Die personelle Weichenstellung in Richtung Anderl wurde dann im Februar bekannt gegeben.

 krone.at
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