Di, 23. Oktober 2018

Fast 50 Jobs weg

20.04.2018 06:00

Kapo-Möbelwerk in Pöllau sperrt zu!

Im Februar wurde Insolvenz angemeldet - gestern fiel bei einer Sitzung in Graz die Entscheidung, die größere Abteilung der Kapo-Möbelwerkstätten in Pöllau mit 75 Mitarbeitern zu schließen. 

Seit Donnerstag ist es fix: Viele der 88 Mitarbeiter in Pöllau verlieren - vorerst - ihre Arbeitsplätze beim Traditionsunternehmen der Familie Polzhofer, das etwa 5,3 Millionen Euro Schulden hat. Das ist nach der Insolvenz im Februar schon die zweite Hiobsbotschaft!

„Gewinn gemacht“
„Dabei war die Sanierung bisher erfolgreich; wir haben sogar Gewinn gemacht“, erklärt Holding-Geschäftsführer Stefan Polzhofer. Jetzt hätten sich allerdings zwei Großaufträge um zwei Monate nach hinten verschoben. „Das hat leider eine Lücke aufgerissen“, so Polzhofer. Daher die Entscheidung: Das Polstermöbelwerk mit 13 Mitarbeitern wird weitergeführt; das Möbelwerk mit 75 Mitarbeitern jedoch geschlossen. Lediglich 28 von ihnen sollen noch bis 20. Mai bestehende Aufträge abarbeiten.

„Sozial verträgliche Lösung“
Für die nun arbeitslosen Kollegen möchte Polzhofer „eine sozial verträgliche Lösung“ mit dem AMS finden. Das Zeitfenster für Gespräche mit Investoren, die die Produktion retten könnten, sei jetzt offen. Auf jeden Fall bliebe die Kollektion erhalten, man wolle bei der Produktion eng mit lokalen Handwerksbetrieben kooperieren, um Arbeit und Wertschöpfung in der Region zu halten. Unbehelligt von der Insolvenz bleibt weiterhin die Schwesterfirma Kapo Fenster und Türen, die laut Polzhofer solide dasteht und Gewinne erwirtschaftet.

Matthias Wagner
Matthias Wagner

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