Mo, 23. Juli 2018

54 Festnahmen

17.04.2018 11:48

Drogen im Wald gebunkert: Serbenbande ausgehoben

Im ganz großen Stil überschwemmte eine serbische Bande Österreich und die Schweiz mit Heroin, Kokain und Marihuana. Gebunkert wurden die Drogen großteils in Fässern, vergraben in den Wäldern Vorarlbergs. Jetzt wurden 54 Verdächtige gefasst und rund 160 Kilogramm Suchtgift aus dem Verkehr gezogen.

Der spektakuläre Fall wurde im Rahmen eines internationalen Polizei-Gipfels in Salzburg bekannt und flog erst dank grenzüberschreitender Operationen auf. In den vergangenen fünf Jahren wurden auf diese Weise Hunderte Täter gefasst und 1500 Jahre (!) an Haftstrafen ausgesprochen.

„Deswegen sind regelmäßige Konferenzen wie hier - diesmal mit mehr als 80 Teilnehmern aus ganz Europa - so wichtig“, so Dieter Csefan, Leiter der Abteilung Organisierte Kriminalität im Bundeskriminalamt. Selbst Vertreter der US-Behörden FBI, Homeland Security und der Anti-Drogen-Einheit DEA haben den Weg nach Zauchensee gefunden.

Grenzüberschreitender Erfolg
Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) und dessen serbischer Amtskollege Nebojsa Stefanovic nutzten ihren Besuch, um den Ermittlern zu einem der jüngsten Erfolge zu gratulieren. Gemeinsam gelang es Fahndern aus Österreich, der Schweiz und Serbien nämlich, die 54-köpfige Drogenbande dingfest zu machen.

Über Jahre schmuggelte die Serbenmafia Heroin, Kokain und Marihuana im großen Stil über den Balkan - um das „Gift“ schließlich in Österreich und der Schweiz zu verkaufen. Die Dealer wurden von den hier ansässigen Statthaltern aus Serbien „bestellt“, die Gewinne per Reisebus zurück an die großen Bosse geschickt.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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