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10.04.2018 11:44

4 von 5 Österreichern immer für Firma erreichbar

Das Pflichtbewusstsein des Großteils unserer Landsleute grenzt an Selbstausbeutung, denn einer Untersuchung der Arbeiterkammer zufolge sind 81 Prozent der Österreicher auch außerhalb der Arbeitszeit jederzeit für ihre Firma erreichbar. Drei Viertel davon bekommen aber dafür nichts bezahlt. Noch dazu würden die Chefs Reaktionen „so schnell wie möglich“ erwarten, gaben 54 Prozent der 3500 Befragten an ...

Exakt 81 Prozent sind auch in der Freizeit, im Urlaub oder im Krankenstand für die Arbeit erreichbar, nur zwölf Prozent behaupteten das Gegenteil. „Niemand ist zu einer dauerhaften Rufbereitschaft verpflichtet, die noch dazu in der Vielzahl der Fälle nicht abgegolten wird“, sagte Silvia Hruska-Frank von der Arbeiterkammer. Vielmehr hätten Arbeitnehmer ein Recht auf ungestörte Freizeit.

Kein Geld für drei von vier Arbeitnehmern
Nur knapp jeder Achte bekommt die zusätzliche Erreichbarkeit dauerhaft bezahlt, elf Prozent werden manchmal dafür entlohnt und drei Viertel nie. Dabei wirkt die ständige Erreichbarkeit für 61 Prozent der Befragten störend und belastend. Die permanente Erreichbarkeit ist laut AK auch kein Phänomen, das nur bei gut bezahlten Angestellten vorkommt, sondern ist bei weniger gebildeten Menschen noch stärker verbreitet.

Erreichbarkeit nur bei vereinbarter Rufbereitschaft verpflichtend
Allerdings sind Arbeitnehmer nicht generell dazu verpflichtet, dauernd auf Anrufe und SMS zu reagieren. „Sie müssen nur erreichbar sein, wenn eine Rufbereitschaft vereinbart wurde - die ist dann aber auch extra abzugelten. Wenn Sie dienstlich kontaktiert werden, gilt die verwendete Zeit als Arbeitszeit und ist entsprechend zu bezahlen“, erklärte Hruska-Frank. Generell würden Arbeitnehmer immer mehr als „Melkkühe“ betrachtet.

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