Do, 20. September 2018

Moderner Campus

08.04.2018 17:50

Zig Millionen Euro werden bei der Uni Graz verbaut

Beim Campus der Universität Graz, von vielen Studenten immer noch „KF“ genannt - das ist die Abkürzung des alten Namens Karl-Franzens-Universität -, bleibt kein Ziegel auf dem anderen. Zig Millionen Euro werden in große Bauprojekte gesteckt. Von der neuen Uni-Bibliothek bis zu einem Haus für Forscher und Absolventen, die ein Unternehmen gründen.

Der Sonnenfelsplatz ist ein gutes Beispiel für die Veränderung. Der Uni-Kreisverkehr wurde zum „Shared Space“. Das in die Jahre gekommene Chemie-Gebäude wurde generalsaniert. Die Mensa ist gerade eingerüstet. In das lange leer stehende Geschäft mit der Aufschrift Gustav Eger ist ein Martin Auer eingezogen - übrigens das erste bargeldlose Geschäft in Österreich. Und schräg gegenüber hat die Firma Spar eine moderne Filiale eröffnet.

„Moderne Forschungsinfrastruktur ist die Basis für Spitzenforschung“, sagt Rektorin Christa Neuper, „die Bundesimmobiliengesellschaft und die Universität Graz investieren deshalb laufend in Neubauten, in Modernisierung und Sanierung von Gebäuden.“

27,1 Millionen Euro sind es bei der Uni-Bibliothek (UB), dem aktuell größten Bauprojekt am Campus. Der Zubau aus dem Jahr 1970 wurde abgerissen. Auf das Dach des Lesesaals wird ein zweistöckiger Glasbau aufgesetzt. Ende April kommt die Stahlkonstruktion. Die alte Fassade wird wiederhergestellt. Eröffnungstermin: Mitte 2019.

Die Ausleihe ist in ein Ersatzquartier in Campus-Nähe übersiedelt. Nach der Rückübersiedelung in die neue UB wird das Gebäude in der Beethovenstraße saniert. Zehn Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Künftig wird dort die Pharmakognosie beheimatet sein. Die Planungen sollen heuer im Sommer abgeschlossen sein, der Baustart ist aber erst für die zweite Jahreshälfte 2019 geplant.

Acht Millionen Euro werden in die Sanierung des Chemiegebäudes in der Heinrichstraße investiert. Die Fassade ist bereits seit Ende 2017 fertig, die Arbeiten im Inneren des Gebäudes - alle Labore und die Haustechnik werden neu gemacht - sollen im Herbst abgeschlossen sein.

Ein Großprojekt ist auch das Zentrum für Wissens- und Innovationstransfer, das hinter der Mensa entstehen wird. Kostenpunkt: zwölf „Mille“. Dort sollen nach der Fertigstellung 2020 universitäre Spin-offs und andere Start-ups einziehen. Während der Arbeiten, die Ende 2018 beginnen sollen, wird die ÖH in der ehemaligen Bank-Austria-Filiale (in der Uni-Gegend gibt es nur noch die Raika in der Zinzendorfgasse und die BKS in der Heinrichstraße) untergebracht sein.

Wenn der zweite Bauabschnitt des neuen Campus der Medizin-Universität beim LKH fertig ist - voraussichtlich im Wintersemester 2022/2023 -, soll die Vorklinik, die auch renovierungsbedürftig ist und bereits jetzt teilweise von der „KF“ genutzt wird, ganz übernommen werden. Neuper schwebt ein „Haus der Sprachen und Kulturen“ vor.

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter

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