Di, 17. Juli 2018

Keine Reduzierung

31.03.2018 12:38

USA gestatten Russland Diplomaten-Austausch

Die US-Regierung hat Russland angeboten, die aus den USA ausgewiesenen Diplomaten durch andere zu ersetzen. „Die USA haben 48 russische Geheimdienstoffiziere ausgewiesen, aber sie verlangen nicht von der russischen Vertretung, die Gesamtzahl ihres Personals zu reduzieren“, sagte ein Vertreter des US-Außenministeriums am Freitag in Washington.

Die russische Regierung könne frei entscheiden, wen sie auf die frei gewordenen Posten setze, fügte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP hinzu. Jedes Ansuchen um Akkreditierung eines Diplomaten werde einzeln geprüft.

Insgesamt 60 Diplomaten ausgewiesen
Die USA hatten insgesamt 60 russische Diplomaten ausgewiesen, unter ihnen 48 angeblich unter dem Deckmantel der Diplomatie tätige Geheimdienstvertreter sowie zwölf Diplomaten, die bei der UNO in New York akkreditiert sind. Russland bestreitet, dass es sich bei den 48 Russen um Spione handelt. Sie haben bis Montag Zeit, die USA zu verlassen.

Neben den USA hatten zahlreiche andere Länder russische Diplomaten ausgewiesen, darunter auch Deutschland. Russland hat inzwischen Gegenmaßnahmen gegen rund 20 Staaten angekündigt. Auch vier deutsche Diplomaten sind von der Ausweisung betroffen. Am Freitagabend teilten auch Frankreich und Kanada mit, dass ihre Länder jeweils vier Diplomaten aus Russland nach Hause holen müssen.

Russland will „Gleichheit“ mit Großbritannien
Weniger nachsichtig als die USA ist Russland gegenüber Großbritannien. Wie das russische Außenministerium am Samstag mitteilte, muss die britische Botschaft ihr Personal um mehr als 50 Diplomaten reduzieren. Die Forderung war bereits bekannt, allerdings nannte Russland bisher keine Zahl. Mit der Maßnahme solle „Gleichheit“ hergestellt werden, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Erreicht werden solle, dass Großbritannien und Russland die gleiche Zahl von Diplomaten im jeweils anderen Land hätten. Derzeit habe „die britische Seite noch mehr als 50 Leute mehr“, sagte die Sprecherin.

Spannungen nach Giftanschlag
Hintergrund der diplomatischen Spannungen ist der Giftanschlag auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal Anfang März in England. Großbritannien und andere westliche Staaten machen Russland für die Tat verantwortlich.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Neuer Klubpräsident
Wirbel um Maradona! Er fährt im Panzerwagen vor
Fußball International
Fußball-Welt rätselt
Heißes Gerücht: Folgt Zidane Ronaldo zu Juventus?
Fußball International
„Wie viele Galileos?“
Freddie Mercury rockt in Trailer zu Queen-Film
Video Kino
Von Balkon gefallen
Sturz aus 30 Metern: Held rettet Hundeleben
Video Viral
Land soll zur WM
Madonna errichtet für Sohn Fußballschule in Malawi
Fußball International
Profilierter Stratege
Brieger folgt Commenda als Stabschef beim Heer
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.