Österreich (9 Punkte) übernahm damit in der Gruppe 10 die Tabellenführung, da der bisherige Leader Weißrussland (6) auswärts gegen Schottland (9) ebenfalls aufgrund eines Last-Minute-Tores mit 0:1 verlor. Die weiter punktelosen Aserbaidschaner liegen hinter Albanien (3) am Tabellenende. "Riesen-Kompliment an die Mannschaft für die Leidenschaft. In der zweiten Hälfte hat sie einen super Charakter bewiesen", sagte Herzog (im Bild mit Assistent Heimo Pfeifenberger).
ÖFB-Elf ab der 40. Minute mit nur zehn Mann
Die Partie im Tofik-Bachramow-Stadion war abgesehen von der Schlussphase allerdings absolut nicht nach dem Wunsch der Gäste verlaufen. "Bis zur 87. Minute hat es nicht danach ausgesehen, dass wir gewinnen. Die erste Hälfte war sehr schlecht", analysierte Herzog. Kurz vor der Pause gab es gleich einen doppelten Schock. Zuerst brachte Soltanow (34.) die Hausherren in Front, dann sah der Salzburger Stefan Ilsanker innerhalb von fünf Minuten zweimal Gelb und wurde daher in der 40. Minute des Feldes verwiesen. "Das war unnötig", ärgerte sich auch Herzog.
Nach dem Seitenwechsel nahm der Rekord-Internationale mehr Risiko, stellte auf ein 3-4-2-System um. Zum Erfolg kamen die Österreicher aber erst spät und nur durch die Mithilfe der Gäste. In der 87. Minute ging Ramsebner im Strafraum auf einen Kopfball, Aserbaidschan-Goalie Umarow fing den Ball zwar herunter, stieß den aufgerückten Wiener-Neustadt-Abwehrspieler in der Folge aber um und wurde für diese Tätlichkeit des Feldes verwiesen.
Margreitter und Grünwald trafen in den Schlussminuten
Den verhängten Strafstoß verwerte Margreitter, der in der 25. Minute bei einem Lattenkopfball Pech gehabt hatte, souverän zum 1:1. Dem noch nicht genug sicherte "Joker" Grünwald der ÖFB-Elf noch den dritten Quali-Sieg in Serie nach dem 1:0 gegen Schottland und dem 3:1 gegen Albanien. "Drei Siege in vier Spielen. Wir sind mitten drinnen im Aufstiegsrennen", sagte Herzog.
Wirklich freuen konnte sich der 41-Jährige aber aufgrund der schwachen Darbietung seiner Mannschaft nicht. "Wenn wir so spielen wie heute, vor allem vor der Pause, werden wir keine Chance haben", gab Herzog zu bedenken. Am 13. November geht es für David Alaba und Co. mit dem Auswärtsspiel in Albanien weiter.










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