Fr, 22. Juni 2018

Tunnel notwendig

03.03.2018 06:30

Altmünster muss noch 15 Jahre auf Umfahrung warten

Frühestens in 15 Jahren könnte ein Baustart für die B 145-Umfahrung von Altmünster sein. Mehr als zehn Varianten der Straße sind für die Planer des Landes und der Firma ILF noch im Spiel, die am Donnerstagabend interessierten Gemeindebürgern präsentiert wurden. Die Emotionen gingen dabei hoch.

Die Möglichkeiten einer Umfahrung für Altmünster sind beschränkt. Zwei Varianten – ein Seetunnel und eine Tieferlegung samt Einhausung der bestehenden Straße – sind aus wirtschaftlichen Gründen ausgeschieden, wie Projektleiter Klemens Neundlinger (ILF) beim Infoabend mit rund 500 Interessierten im Altmünsterer Turnsaal bestätigt. Dennoch bleiben mehr als zehn Varianten übrig, alle hangseitig und teils unter dem Ort gelegen.

In Traunkirchen weniger Fahrzeuge als in Gmunden
Seit Jahren untersuchen die Projektverantwortlichen Verkehrsflüsse und Varianten. Im Frühjahr 2017 fand eine Verkehrserhebung statt. Überraschend: Beim Geisswandtunnel südlich von Altmünster wurden an einem Tag im Mai 11.000 Fahrzeuge gezählt, bei Gmunden 20.000 und Richtung Regau sogar 24.000 Fahrzeuge.

Keine Erklärung für „versickernde“ Autos
Dazwischen, bei der Zählstelle in Altmünster, fuhren rund 15.000 Fahrzeuge. Wo die von Gmunden kommenden Autos „versickern“, können sich weder Anrainer noch Planer erklären.  Eines wissen die Experten aber: „Je kürzer der Tunnel, umso mehr Verkehr können wir hineinverlagern“, fasst Günther Bsirsky von der Generalverkehrsabteilung des Landes zusammen.

Bohrungen im Frühling
Mehrere Bohrungen (8 Rotationskernbohrungen mit bis zu 80 Meter Tiefe sowie 3 Rammsondierungen in bis zu 30 Meter Tiefe) sollen im April und Mai Aufschluss über die Bodenbeschaffung bringen. Ziel ist, dass im Herbst die Ergebnisse vorlegen.

Bürgerinitiative will keinen Tunnel unterm Ortszentrum
Dagegen, dass der Tunnel künftig unter ihren Häusern verläuft, wehrt sich eine Bürgerinitiative. Andere Anwesende machten deutlich, dass sie eine Lösung wollen: „Endlich tut sich was, aber alles wird nur kritisiert!“

Baubeginn frühestens in 15 Jahren
Neundlinger versuchte, die Kritiker zu beruhigen: „Auch eine U-Bahn fährt unter Häusern. Abgesehen davon, haben wir uns auf keine Variante festgelegt.“ Ein Baubeginn wäre frühestens in 15 Jahren realistisch.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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